CELLE. Der Kunstbahnhof Celle dümpelt nach Jahren des Umbaus und immer neuen Verzögerungen erneut vor sich hin. Bauarbeiter scheinen den Ort vor Wochen fluchtartig verlassen zu haben. Tafeln auf Holzlatten ragen in den Fußgängertunnel und sorgen hier und dort für manch blauen Fleck, Absperrbaken stehen nutzlos herum und: Das Thema „Tropfsteinhöhle“ scheint die Bahn einfach nicht in den Griff zu bekommen, wie ein Leservideo in unserer Facebook-Ausgabe beweist.

Und was sagt die Bahn? Sprecher Egbert Meyer-Lovis bedankt sich immerhin für den Gefahren-Hinweis, weiß aber offenbar nichts Konkretes: „Danke für den Hinweis mit den Holzlatten. Das Einkürzen wird zeitnah beauftragt. Die Fortschritte sind Ihnen sicher auch aufgefallen. Die komplette Personenunterführung wurde inzwischen neu verputzt und der finale Anstrich steht im Kürze an.“ Auf Nachfrage, was „zeitnah“ und „in Kürze“ bedeuten und man mit der feuchten Decke leben müsse, die wenig mutmachende Antwort: „Es handelt sich um Restarbeiten.
Wenn dort noch Durchfeuchtungen sind, wird dem nachgegangen.“ Zu Wahlkampfzeiten klang das alles irgendwie zuversichtlicher.

Henning Otte verspricht: „Bahnhoftunnel wird saniert“

„Die Kunst zu schweigen“ – Politik und Verwaltung überwiegend sprachlos in Sachen „Kunstbahnhof“

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