"Die Höhle": Kunstverein zeigt Werke von Christin Wilcken

Kunst Von Redaktion | am Mo., 02.03.2020 - 17:04

CELLE. Seit gestern ist die neue Ausstellung des Kunstvereins Celle unter dem Titel "Die Höhle" in der Gotischen Halle zu sehen. Die Künstlerin Christin Wilcken zeigt in ihrer extra für diesen Raum konzipierten Ausstellung Zeichnungen und Installationen. Wilcken hat am Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald studiert. Sie lebt und arbeitet in Rostock und Mühl Rosin

Zur Konzeption der Ausstellung teilt der Kunstverein Celle weiter mit: Die Künstlerin setzt sich oft zeichnerisch mit Naturerscheinungen auseinander. Räumliche Überlegungen sind dabei Bestandteil der in Serie entstehenden Arbeiten. Sie untersucht den Bildraum und bezieht dabei die Wahrnehmung des Betrachters mit ein: Lichtreflexe erscheinen oder verschwinden je nach Lichteinfall oder die Zeichnung erfährt eine Ausdehnung auf den Raum. Beim Zeichnen konzentriert sich Christin Wilcken auf wenige Materialien, wie Graphit, Kohle, Pigmente und schwarze Druckfarbe und erkundet durch serielles Arbeiten Varianten des Zusammenspiels ihrer reduzierten Mittel.
 
Für die Ausstellung in der Gotischen Halle des Celler Schlosses setzt sich die Künstlerin zeichnerisch mit dem Motiv des Gesteins und der Grotte auseinander. Das Gewölbe der Gotischen Halle bringt sie in Bezug zum Thema: Die Grotte (italienisch grotta -Höhle), später Gewölbe. Laut Wikipedia sind Grotten Hohlräume von meist geringer Größe, die von der Natur oder dem Menschen geschaffen worden sein können und meist überaus reichlich Tropfsteine, Muscheln, Versteinerungen, Wasserspiegelungen und auch Fabelwesen beherbergen.

Dieses Thema ermöglicht es Christin Wilcken, sich in einer Zwischenwelt zu bewegen. Unter der Erde, im Stein, im Verborgenen tauchen Schemen auf. Es finden sich Bruchstücke aus vergangenen Welten. Realität und Fiktion verschwimmen. Es gibt immer zwei Seiten, die sich irgendwo berühren: Wahrheit und Einbildung, Äußeres und Inneres, Ober- und Unterwelt. Das Höhleninnere bildet mitunter eigene Gewölbe und Kapellen aus. Ausblicke und Einblicke in diese Welt gibt Christin Wilcken mit Zeichnungen und Radierungen, die bis zur Ausstellung entstehen. Sie will ihre Arbeiten überwiegend auf Pulten oder in Vitrinen präsentieren.  Auch eine Bodenarbeit, die Bezug auf den Ausstellungsraum Gotische Halle nimmt, ist geplant.
 
Ausstellungsbegleitend soll ein Katalog entstehen, der die zeichnerischen Arbeiten zu den Themen Gestein und Grotte dokumentiert.
Zu Vernissage und Finissage ist die Künstlerin anwesend und steht für Gespräche zur Verfügung. 

Die Ausstellung ist geöffnet:
01.03. bis 26.04.2020, Di - So 12:00 - 16:00 Uhr
Karfreitag (10.04.), Ostersonntag (12.04.) und Ostermontag (13.04.) jeweils 13:00 - 16:00 Uhr.
 
Am Sonntag, 22.03.2020 um 12:00 Uhr findet eine Führung durch die Ausstellung statt. Zur Finissage am Sonntag, 26.04.2020 findet um 11:30 Uhr ein Künstlergespräch statt.