CELLE. Aus der Klasse 10.2 der Oberschule Lachendorf waren Tom, Simon und Til mit ihrem Lehrer Raschid Ranné  heute nach Celle gekommen, um das neue Poster, das in ihrer Klasse entstanden ist, an der Ernst-Schulze-Säule zu begutachten. Es zeigt eine Bildinterpretation der ersten Strophe des Gedichts „Lied der Vöglein“ von Ernst Schulze:
Von Zweig zu Zweig zu hüpfen,
Durch Wies’ und Busch zu schlüpfen,
Zu ruhn in weichen Grases Schooß,
Das ist das Loos
Der kleinen bunten Sänger;
Je länger
Je lieber süßes Loos!

Die jungen Künstler haben in vielen Abstufungen das Grün von Büschen und Bäumen gemalt und in Blautönen die Weite des Himmels, in der die Vögel der Sonne entgegenflattern. Die mitgebrachte Zeit nutzten die drei Schüler, um die Informationen auf der Säule zu Leben, Werk und Zeit Ernst Schulzes zu studieren und auch Einzelnes nachzufragen. Es interessierte sie, was und wieviel der junge Dichter geschrieben hat. Dass er nicht nur Liebesgedichte erdachte, sondern auch den sehr umfänglichen Versroman „Cäcilie“ mit viel „action“, konnte ihnen Elke Haas vom Vorstand der Ernst-Schulze-Gesellschaft vorstellen, indem sie ihnen Verse zeigte und vorlas, in denen der christliche Held wie „ein wilder Stier“ mit dem Schwert kämpft und die Zauberfrauen der heidnischen Dänen als „Drachen“ und „Flammen“ und „Wasserfluten“ gegenzuhalten versuchen.

Was Tom, Simon und Til auch interessierte, war die technische Seite der Ernst-Schulze-Säule. Der Vorsitzende Lothar Haas erklärte, dass sie aus glasfaserverstärktem Kunststoff bestehe, die Texte und Bilder seien auf Folie aufgebracht, und die Standfestigkeit garantiere ein schwerer Betonfuß. Mit gegenseitigem, herzlichen Dank verabschiedete man sich.

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