CELLE. Der Kreistag hat auf Vorschlag der Landkreisverwaltung am 19. Dezember im Haushaltsentwurf auch die Sanierung beziehungsweise den Ausbau zahlreicher Straße beschlossen. Insgesamt sind Investitionen von knapp 2,7 Millionen Euro vorgesehen. Anbei ein Überblick über die wichtigsten Projekte.

Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt Jarnsen: 2018 ist der Ausbau der Ortsdurchfahrt Jarnsen K 42 / K 80 vorgesehen. Die Fahrbahn und Nebenanlagen sollen erneuert werden. Außerdem muss Regenwasserentsorgung neu erstellt werden. Die Baukosten werden auf rund 1.65 Millionen Euro geschätzt. Fördermittel nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (NGVFG) werden in Höhe von 790.000 Euro erwartet (da einige Anteile nicht förderfähig sind, zum Beispiel Planungskosten, wird von einem Fördersatz von 46 Prozent ausgegangen). Der Anteil der Gemeinde beläuft sich auf rund 280.000 Euro, der Landkreis muss ein Kostenanteil von rund 580.000 Euro übernehmen.

Für Unterhaltungs- und Bauarbeiten auf freien Strecken sind insgesamt 888.000 Euro vorgesehen. Damit sollen folgende Abschnitte in Stand gesetzt werden:
Die K 58 Nienhagen, Ortseingangsbereich von der neuen B3 kommend für geschätzte 90.000 Euro. Die Fahrbahn weist starke Fahrspuren und Verdrückungen auf, Gossen und Ränder müssen ausgebessert werden. Die teilweise Erneuerung der Tragschicht und der Gossen ist erforderlich.
Die K 81, Kreisverkehrsplatz Baven, mit Anschlüssen für 190.000 Euro. (Alle Ansätze sind Schätzwerte. Erst die Ausschreibung wird zeigen, was die Maßnahme wirklich kostet). Die Fahrbahn weist Aufbrüche und Substanzverluste auf. Nach dem Abfräsen der Deckschicht soll eine neue Binder- und Deckschicht aufgebracht werden. Die Fahrbahndecke soll bis zum Anschluss an die L 280 erneuert werden.

Die K 54 zwischen Bröckel und Wiedenrode für 344.000 Euro. Die Fahrbahn weist Verdrückungen, Fahrspuren und Absackungen an den Fahrbahnrändern auf, eine weitere Unterhaltung ist aus Sicht der Fachleute nicht wirtschaftlich. Nach dem Abfräsen der Deckschicht erfolgt ein Neuaufbau von Binder und Decke in einer Stärke von acht Zentimetern.

Die K 17 in der Ortsdurchfahrt Lutterloh für 264.000 Euro. Die Fahrbahn weist einen Substanzverlust auf, nach dem Abfräsen werden Binder und Decke neu aufgebaut. Die verdrückten Gossen und Borde sollen reguliert werden.
Sollten im Winterhalbjahr extreme Schäden an anderen Straßenabschnitten auftreten, können sich Maßnahmen verschieben.

Außerdem ist die Erhaltung der vorhandenen Radwege ein weiteres Vorhaben, das der Kreis jedes Jahr vorantreibt. Das Alter des Wegenetzes ist sehr unterschiedlich. Bereits ab 1980 wurden die ersten kreisstraßenbegleitenden Betonwege erstellt, die damals noch mit 1,60 Meter Breite gebaut wurden. Diese ersten Wege werden auch in den nächsten Jahren erneuert werden müssen (älter als 30 Jahre, Abschreibung erfolgt über 25 Jahre). Um das kreisstraßenbegleitende Wegenetz zu erhalten, ist ein kontinuierliches Erhaltungsprogramm geplant.
Folgende Erneuerungen von vorhandenen Radwegen, die dringend sanierungsbedürftig sind, sollen 2018 durchgeführt werden. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 148.400 Euro.

An der K 50 Ortslage Bockelskamp für 52.800 Euro. Es liegen verdrückte Pflasterbereiche vor, der Wasserabfluss ist nur bedingt gewährleistet. Das vorhandene Pflaster wird aufgenommen, der Unterbau saniert und neues Betonpflaster verlegt.

An der K 34 Habighorster Höhe für 48.000 Euro. Verdrückte Pflasterbereiche werden aufgenommen, der Unterbau saniert und neues Betonpflaster verlegt.
An der K 50 Wienhausen im Bereich Kloster bis zum Sportplatz für 47.600 Euro. Die verdrückten Betonplatten werden aufgenommen, der Unterbau profiliert und Betonpflaster mit Tiefborden neu gesetzt.

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.