LANDKREIS. 2017 war für den Tourismus, was das Wetter anbetrifft, eher dürftig. Ein regenreicher Sommer hätte eigentlich die Bilanz des Landkreises Celle verwässern müssen. Doch laut Landesamt für Statistik „haben wir unser hohes Ergebnis vom Vorjahr nochmal steigern können und landen jetzt bei einem Plus von 5,5 Prozent“, freut sich der Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH (LHG), Ulrich von dem Bruch.

Damit könne der Landkreis Celle erstmals mehr als 700.000 Übernachtungen in einem Jahr verbuchen. „Da sieht man mal, was passieren kann, wenn Politik und Tourismus Hand in Hand das identische Ziel verfolgen“, so von dem Bruch weiter.

Für Celles Landrat Klaus Wiswe sind die guten Zahlen ein Beleg dafür, dass der eingeschlagene Weg, die Region touristisch überordnet durch die LHG zu vermarkten, der richtige sei. „Seit die LHG 2008 ihre Arbeit aufgenommen hat, sind die Übernachtungszahlen stetig gewachsen. Die Vermarktung ist so die Erfolgsgeschichte geworden, die wir und die anderen Gesellschafter erwartet haben“, so Wiswe.

Lagen die Übernachtungszahlen für die Stadt und den Landkreis Celle 2008 noch bei rund 568.000, seien sie kontinuierlich gestiegen. „Einen großen Sprung nach vorne gab es bereits 2016 mit einem Plus von fast 44.000 Übernachtungen. Im vergangenen Jahr sind jetzt noch einmal 30.000 dazu gekommen, so dass jetzt insgesamt 708.048 Übernachtungen durch das Landesamt für Statistik verzeichnet wurden“, so die LHG. „Ich führe den Anstieg der Übernachtungen darauf zurück, dass der Landkreis Celle in der Vergangenheit sehr stark in zukunftsorientierte Projekte investiert hat, wie Themenrouten zum Wandern und Radfahren. Außerdem gibt es einen eigenen Mitarbeiter nur für das Contentmarketing. So hat man nicht nur gute Produkte, sondern schafft auch gleich Sichtbarkeit“, ist von dem Bruch überzeugt.

In der Lüneburger Heide GmbH sind derzeit die Landkreise Celle, Harburg, Lüneburg, Heidekreis und Uelzen sowie die Stadt Bevensen und Hansestadt Lüneburg kommunale Gesellschafter. Die Stadt Celle hatte ihre Mitgliedschaft gekündigt. Die Anteile sollen, wenn die Kreispolitik zustimmt, durch den Landkreis Celle übernommen werden. Derzeit zahlt der Landkreis einen jährlichen Zuschuss von 100.000 Euro, die Stadt Celle 50.000 Euro.

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