Der FDP-Umweltpolitiker Gero Hocker fordert die Städte Hannover und Osnabrück dazu auf, die Umweltzonen abzuschaffen.

„Die neuen Ergebnisse des Bundesumweltamtes zeigen eindeutig: Umweltzonen bringen nichts“, sagt Hocker. „Die Feinstaubbelastung durch den Verkehr geht ohnehin weiter zurück, da ältere Fahrzeuge sukzessive aus dem Verkehr gezogen werden.“ Zudem seien Autoabgase einer Studie zufolge ohnehin nur zu einem Fünftel für Feinstaub verantwortlich.

Hocker bezeichnet die Plakettenpflicht als eine Gängelung der Autofahrer. „Viele Faktoren sind für die Feinstaubbelastung verantwortlich. Aber es gibt keine Plakette gegen zu wenig Wind, falsche Windrichtungen, zu wenig Regen oder zu harte Winter“, so der umweltpolitische Sprecher der FDP-Fraktion. Zugleich machten sich Städte wie Hannover einen schlanken Fuß: „Wer den Autofahrern eine Plakette aufs Auge drückt, muss auch seine Hausaufgaben machen. Aber ein fließender Verkehr bleibt in der Landeshauptstadt nach wie vor der Wunschtraum vieler Autofahrer. Für zu viele Rotphasen verdient der OB in Hannover keine grüne Plakette!“ In Osnabrück könne wiederum ein beschleunigter Ausbau der A 33 für eine Entlastung der Innenstadt sorgen.

Hocker unterstützt die Forderung des Automobilclubs von Deutschland (AvD). Diese hatte ebenfalls gefordert, die Umweltzonen wegen „erwiesener Wirkungslosigkeit“ abzuschaffen. Der FDP-Umweltpolitiker sieht das auch so: „Umweltzonen sind teuer und wirkungslos.“

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