GROSSMOOR. Landwirte und Waldbesitzer warten eigenen Angaben zufolge immer noch auf den versprochenen Dialog, den die Politik zum Netz-Ausbau für die Energiewende angekündigt hat. Energiewende und Netzausbau seien gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die verstärkt land- und forstwirtschaftliche Flächen in Anspruch nehmen, betont das Landvolk Celle. Daher wollen Land- und Forstwirte am Donnerstag, 22. November, niedersachenweit unter dem Motto „SuedLink heizt ein – Wir glühen vor“ die Betroffenheit der Land- und Forstwirtschaft beim Netzausbau für die Gesellschaft verdeutlichen.

Im Landkreis Celle laden die ortsansässigen Landwirte von 15 bis 18 Uhr interessierte Bürgerinnen und Bürger nach Großmoor, Kurfürstendamm zu Gesprächen ein. Es wird der Trassenverlauf mit Schleppern und Fackeln beleuchtet, um das Ausmaß des SuedLink deutlich zu machen. Der Ausbau der Höchstspannungsnetze wird aus der Sicht der Land- und Forstwirtschaft eine zeitlich unbegrenzte Belastung darstellen. Gerade bei der Erdverkabelung müssten die Belange der Land- und Forstwirtschaft berücksichtigt werden.

Gemeinsam haben Land- und Forstwirte deshalb zehn Kernforderungen aufgestellt. Dazu gehört zum Beispiel der Schutz land- und forstwirtschaftlichen Flächen bei Planung und Umsetzung bis zur Kultivierung. Auch die strikte Beachtung eines Bodenschutzkonzeptes sowie der Schutz von landwirtschaftlicher Infrastruktur-, Entwässerungs- oder Bewässerungssysteme sowie die Beweislastumkehr sind in dem Info-Flyer mit den zehn
Kernforderungen aufgeführt. Darüber wollen Landwirte und Waldbesitzer mit ihren Mitbürgern am 22. November in Großmoor ins Gespräch kommen und  diskutieren.

Flyer SuedLink 2018

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.