Laubbaum statt Papierrechnung - SVO will Waldumbau vorantreiben

Umwelt Von Susanne Zaulick | am Fr., 19.03.2021 - 18:37

CELLE. Wälder schützen und nachhaltig nutzen: Das ist ein Anliegen der Vereinten Nationen, auf das jedes Jahr der „Tag des Waldes“ am 21. März aufmerksam macht. Mit dem drohenden Klimawandel hat dieser Aktionstag für die SVO eine ganz besondere Bedeutung bekommen. Der Energieversorger nimmt ihn zum Anlass, einen eigenen Wald im Versorgungsgebiet nachhaltig anzulegen. Mit Unterstützung seiner Kunden.

Nur jeder fünfte Baum in Deutschland habe eine gesunde Krone. "Das ist das traurige Ergebnis des jüngsten Waldzustandberichts 2020 des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Daher ist es wichtig, dass wir alle dazu beitragen, unsere Wälder zu schützen und gesund zu erhalten“, sagt Holger Schwenke, Geschäftsführer der SVO. Der Energieversorger leiste schon seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz: „Wir als SVO investieren seit 2009 jedes Jahr rund 1,5 Millionen Euro in Klimaschutzprojekte in unserem Versorgungsgebiet. In diesem Jahr gehen wir noch weiter und wollen gemeinsam mit unseren Kunden noch mehr Klima-, aber auch Gewässerschutz in unserer Region möglich machen. Deshalb legen wir in unserem Versorgungsgebiet einen Möglichmacher-Wald an.“

Entstehen werde kein neuer Wald auf der grünen Wiese. Geplant ist vielmehr, einen bereits bestehenden Nadelwald umzubauen in einen klimastabilen Mischwald. Die neuen Bäume wachsen so im Schutz älterer Gewächse und sind aufgrund der Waldbodenbeschaffenheit widerstandsfähiger, so die SVO.

Gleichzeitig wirkten Mischwälder stabilisierend auf Grundwasserressourcen. Kiefern zum Beispiel sind immergrün und nehmen allein mit ihrer Krone viel Wasser auf. Buchen dagegen verlieren im Herbst ihre Blätter und ermöglichen im kahlen Zustand besser, dass Regenwasser in den Boden eindringen kann.

Die Pflanzungen für den Möglichmacher-Wald sollen im Spätherbst 2021 beginnen. Wie groß er wird, entscheiden die Kunden der SVO. Denn der Energieversorger pflanzt für jeden Kunden, der künftig auf eine jährliche Papierrechnung verzichtet, einen Baum. Was dieser kleine Beitrag jedes einzelnen Kunden für eine Auswirkung habe, zeige folgendes Beispiel: "Eine Papier-Rechnung, die die SVO per Post verschickt, verursache 50 Gramm CO2. Wenn die SVO 6000 Papier-Rechnungen an Kunden verschickt, entstehen rund 300 Kilogramm CO2. Digitale Rechnungen verursachen dagegen nur 60 Kilogramm CO2. Zusätzlich zur Online-Rechnung pflanzt die SVO je einen Baum, im Beispiel also 6000 Bäume. Diese binden pro Jahr insgesamt etwa 75.000 Kilogramm CO2. Gerechnet am aktuellen Durchschnittsalter eines Baumes in Deutschland von 77 Jahren, ergeben sich so rund 6000 Tonnen CO2, die durch den Möglichmacher-Wald gebunden werden. Das entspricht etwa dem Gewicht von 4000 Pkw", rechnet die SVO vor.