CELLE/OLDAU. Zwölf Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 14 Jahren, die Angehörige haben, die an Krebs erkrankt sind, fuhren Ende der Sommerferien mit zwei speziell ausgebildeten Begleiterinnen aus dem Onkologischen Forum Celle in Anne-Frank-Haus in Oldau. Dort bezogen die Kids eine eigene Blockhütte mit Schlafräumen und Küche und freuten sich auf das große Gelände zum Spielen. Der Übernachtungsausflug stand unter dem Thema: „Lebensmut  –  trotz alledem“. Die Kinder und Jugendlichen kennen sich teilweise schon seit mehreren Jahren. Für einige war es die einzige Aktivität in den Ferien außerhalb des eigenen Hauses.

In Oldau machten die beiden Psychoonkologinnen des „Onkoforums“ mit den Kindern eine Phantasiereise, malten Acrylbilder und gingen Schwimmen an einer kleinen Aller-Badestelle. Fast alle Kinder genossen das kühle Wasser. Einige badeten das erste Mal in einem Fluss „mit echten Fischen darin“. Später beklebten die Kinder Gedenksteine für ihre Angehörigen. Um 4 Uhr morgens schreckten alle hoch, weil in der Nachbarschaft die Feuerwehrsirene der freiwilligen Feuerwehr Alarm auslöste. Schnell schliefen aber alle wieder ein, nachdem festgestellt wurde, dass in der eigenen Blockhütte alles in Ordnung war. Die Kinder haben den Ausflug sehr genossen, bevor dann einen Tag später das neue Schuljahr begann.

Das Onkologische Forum betreut jährlich rund 100 Kinder mit Angehörigen, die an Krebs erkrankt oder auch verstorben sind. „Diese besonders belasteten Kinder geraten angesichts der Schrecken der Krankheit oft völlig aus dem Blick und in Gefahr, sich zu isolieren“, so die Psycho-Onkologinnen des Onkologischen Forums Celle. Der Ausflug nach Oldau wurde ermöglicht durch eine Spende des Fördervereins Rotary Club Celle Schloss.

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