Leerstand in der Innenstadt - Grüne laden zum Faktencheck

Politik Von Redaktion | am Mi., 05.05.2021 - 15:56

CELLE. 79 leer stehende Geschäfte haben die Celler Grünen in der Altstadt Ende März gezählt. "Eine Zahl, die von der Stadtverwaltung bestrittenen wird. Immer wieder hat Oberbürgermeister Nigge in den zurückliegenden Monaten betont, dass er den Leerstand in der Innenstadt um insgesamt 40 Prozent auf 31 leere Geschäfte gesenkt hat", kritisiert Bernd Zobel, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat. Nicht berücksichtigt wurden bei der Zählung der Grünen Geschäfte, die gerade umgebaut wurden oder kurz vor der Eröffnung standen. Besonders betroffen vom Leerstand seien die Bergstraße (14 Geschäfte) und die Neue Straße (12).

Um dem Widerspruch bei den Zahlen auf die Spur zu kommen, laden die Grünen nun BürgerInnen sowie Innenstadtakteure und natürlich Vertreter der Stadtverwaltung zum Leerstands-Streifzug durch die Celler Altstadt ein. Dafür wollen sie der Verwaltung und allen Interessierten Zähllisten zum persönlichen Abgleich übergeben. "Ziel ist es, gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie unsere Altstadt künftig wieder lebendiger wird. Die alleinige Ansiedelung von Einzelhandel und Gastronomie wird dafür nicht mehr ausreichen. Denn Städte brauchen in Zukunft Aufenthaltsorte für gemeinschaftliches Miteinander, um als Stätten der Begegnung zu funktionieren und nicht weiter zu veröden", so die Grünen.

Die Übergabe der Listen erfolgt -  unter Corona-Schutzbedingungen - am Samstag, 8. Mai, um 10:30 Uhr. auf dem Robert-Meyer Platz (bei Rudel). Danach kann jeder mit den Listen durch die Stadt streifen, um sich sein eignes Bild vom Leerstand zu machen.

Den Anstoß zu der Aktion gab laut den Grünen ein aufwändig gestalteter Flyer aus dem Rathaus, in dem der Oberbürgermeister dokumentiert, was in den zurückliegenden Monaten aus seiner Sicht alles für die Stadt erreicht worden ist. Unter den Themen
„Familie", „Bauen und Wohnen", „Innenstadt" und „Mobilität" finden sich vielfältigste Punkte. Die Stadtratsfraktion der Grünen nahm den Flyer zum Anlass, um einzelne Punkte einem Fakten-Check zu unterziehen.