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Leistungsprüfung für Kaltblutpferde: Caro siegt auf ganzer Linie

24.10.2018 - 09:47 Uhr     Externer Autor    0
Siegerstute Caro; Fotos: Marianne Schwöbel

ADELHEIDSDORF. Ein goldener Oktobertag begleitete in diesem Jahr die Leistungsprüfung des Stammbuches für Kaltblutpferde Niedersachsen e. V.. Der erste Vorsitzende Dr. Uwe Clar konnte zahlreiche Zuschauer auf der Anlage der Hengstprüfungsanstalt in Adelheidsdorf begrüßen. Den Richtern Karla Ebert, Lemgo, Eduard Laukotka, Handeloh und Fremdfahrer Obersattelmeister Ulrich Müller, Celle, wurden fünf Hengste und acht Stuten zur Beurteilung vorgestellt. In drei Prüfungsteilen – dem dressurmäßigen Fahren vor einem Wagen, dem Ziehen eines 7 m langen Baumstammes und vor dem Zugschlitten – mussten die Prüflinge ihre Arbeitstauglichkeit unter Beweis stellen.



Platz eins bei den Hengsten mit einer Endnote von 8,29 erreichte der, bei Marja de Bruijn in den Niederlanden gezogene, Schwarzwälder Fuchs Ratin v. Ravel/Diflor. Heute ist er im Besitz von Ralf u. Jonas Bartels, Katensen. Die 17-jährige Tochter des Hauses Marivic Bartels hatte Ratin optimal vorbereitet und stellte ihn in allen drei Prüfungspunkten mit ausgesprochen einfühlsamer Gelassenheit vor. „Es macht sich immer bezahlt, wenn man schon auf den ersten Blick erkennen kann, dass Fahrer und Pferd ein Team bilden“, so der Eindruck der Richter.

Platz 2 belegte der rheinisch- deutsche Ortolan v. Odin v. Lupitz/Erdmann. Ein sympathischer Brauner aus der Zucht und im Besitz von Hagen Schünemann, Goldbeck, der ebenfalls sehr gelassen seine Aufgaben absolvierte und damit eine Endnote von 7,98 erreichte.

Highlander v. Hadrian/ Erlander (Z: Nick Paper, Battenberg) wurde von Jan zum Berge für die Familie zum Berge, Bad Fallingbostel vorgestellt. Der imposante Fuchs wurde mit einer 7,60 benotet.

Doch wie so oft, hieß es auch in diesem Jahr „Ladys first“, denn die ersten vier Stuten erhielten alle eine Endnote über 8,0! Ganz aufgeregt war Kerstin Berner, Hohenaverbergen, die für Familie zum Berge die Stute Caro v. Carol von Söhre/ Aramis (Z: Hans Jürgen Schulz, Kalbe) trainiert hatte und sie nun auch vorstellte. Selbst eine erfahrene Fahrerin, hatte sie aber kaum Erfahrung mit der Arbeit am Zugschlitten oder der Holzstange. Doch es war eine Freude, dem vertrauensvollen Miteinander der beiden bei ihrem Auftritt zuzusehen. Eine 9,0 für das Interieur der Stute und eine 8,71 als Endnote legten Zeugnis von der Qualität dieser Stute ab.

Doch auch Nummer zwei nötigte Respekt ab. Klein aber oho, erst 3 Jahre alt, erledigte die eher zierliche Schwarzwälderin Flauschi v. Mönchbräu/Dinkelberg (Z: Svenja Schultheiss, Pfullendorf) ihre Aufgaben souverän. Unterstützt wurde sie dabei auf das Beste von ihrem Ausbilder Stefan Dingel, Celle, der wie immer mit Umsicht, Ruhe und Gelassenheit Flauschi zur Seite stand. Hanspeter und Sandra Stähli, Rhede können sich über eine hervorragende 8,28 als Endnote für ihre Stute freuen.

Munkedal/Wilawander xx ist die Abstammung der hannoverschen Kaltblutstute Peggie Sue auf Platz 3, gezogen und im Besitz von Bettina u. Klaus Meyer, Zahrensen. Steffen Meyer stellte die großrahmige Fuchsstute vor und erreichte eine 8,21.

Der bekannte Vierspännerfahrer Robert Kühn, Driftsethe, trat mit der Schleswiger Fuchsstute Isetta v. Dankwart/Zauberbote aus dem Besitz von Helmut Lohse, Ihlienworth zur Prüfung an. Sie brillierte besonders im schweren Zug und erreichte eine Gesamtnote von 8,03.

Bei der Ergebnisbesprechung nahm Kerstin Berner für Familie zum Berge den Pokal für die beste Stute entgegen. Der Pokal für den besten Hengst ging an die Zuchtgemeinschaft Bartels aus Katensen. Richter Laukotka stellte in seinem Resümee fest, dass eine gute Dressur nicht unbedingt auch auf eine gute Zugleistung schließen lasse und umgekehrt. Als Tipp für die Zukunft gab er noch mit auf den Weg, doch für den schweren Zug auf breite Brustblätter mit Unterlage zu achten, denn die Dressurbrustblätter machten es den Pferden nur unnötig schwer. Karla Ebert betonte den hervorragenden Pflegezustand der Pferde und hob noch einmal begeistert die Qualität der Siegerstute Caro hervor.

Text: M. Schwöbel

 

Ergebnisse der Leistungsprüfung für Kaltblutpferde:

Stuten:

1 Caro v. Carol v. Söhre/Aramis Z: Hans Jürgen Schulz, Kalbe B: Familie zum Berge Bad Fallingbostel
Rhein. deutsch. Kaltblut Wertnote: 8,71

2 Flauschi v. Mönchbräu/Dinkelberg Z: Sonja Schultheiss, Pfullendorf, B: Hanspeter und Sandra Stähli, Rhede
Schwarzwälder Fuchs Wertnote: 8,28

3 Peggie Sue v. Munkedal/Wilawander xx Z. u. B: Bettina u. Klaus Meyer, Zahrensen
Hann. Kaltblut Wertnote: 8,21

4 Isetta v. Dankwart/Zauberbote Z. u. B: Helmut Lohse, Ihlienworth.
Schleswiger Kaltblut Wertnote: 8,03

5 Marisa v. Modem/Dachsberg Z u. B.: Jörg Kurtz, Sulz
Schwarzwälder Fuchs Wertnote: 7,79

6 Runa v. Saturn/Major Z. u. B: Karin Kahrs, Döhlbergen
Schleswiger Kaltblut Wertnote: 7,70

7 Rangna v. Mount Etna xx/Napoleon Z. u. B. Familie zum Berge, Bad Fallingbostel
Hann. Kaltblut Wertnote: 7,54

8 Florett v. Modem/Vento Z. u. B.: Jörg Kurtz, Sulz
Schwarzwälder Fuchs Wertnote: 7,48

Hengste:

1 Ratin v. Ravel/Diflor Z: Marja de Bruijn, NL B: Ralf u. Jonas Bartels, Katensen
Schwarzwälder Fuchs Wertnote: 8,29

2 Ortolan v. Odin v. Lupitz/Erdmann Z u. B: Hagen Schünemann, Goldbeck
Rheinisch deutsches Kaltblut Wertnote: 7,98

3 Highlander v. Hadrian/Erlander Z: Nick Paper, Battenberg B: Familie zum Berge, Bad Fallingbostel
Rheinisch deutsches Kaltblut Wertnote: 7,60

4 Chris v. Contador/Major Z u. B: Bettina u. Klaus Meyer, Zahrensen
Hann. Kaltblut Wertnote: 7,54

5 Enrico v. Erdinger Gold/ Obelix Z. Hubert Möllers, Coesfeld-Lette, B: Per u. Gustav Jörgensen,DK
Rheinisch-deutsches Kaltblut Wertnote: 6,31

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