Leserbrief zum Bericht "Musik oder Lärm?"

Leserbeiträge Von Extern | am Di., 31.08.2021 - 20:45

CELLE. Ein CELLEHEUTE-Leser, der namentlich nicht genannt werden möchte, findet die Ausführungen der Stadt bezüglich des mutmaßlichen Lärms beim Celler Kultursommer befremdlich. Wir geben die Meinung wie gewohnt unzensiert und unkommentiert wieder:

Die Atmosphäre, die der Standort der Schlösschenbühne bietet, ist eine ganz besondere. Das Areal nahe Caroline-Mathilde-Denkmal und Bieneninstitut hat das Potential zum Aushängeschild der Stadt, längst war es überfällig, es aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Das Angebot an Kultur war in den vergangenen Wochen mit Rock, Jazz, Klassik und Kindertheater breit gefächert.

Als Highlight des Celler Kultursommers bezeichnete die Kulturdezernentin Susanne McDowell bei ihrer Eröffnungsrede das Beethoven-Festival, das Größen der klassischen Musik in die Stadt holte. Celle war Gastgeber für ein hochkarätig besetztes Festival. Manch Anwohner der Wehlstraße mag sich auch durch Violin- und Klaviersonaten gestört gefühlt haben. Bisher unerwähnt blieb, dass auch für die Akteure der Beethoven-Reihe an zwei Abenden die Bedingungen ein wenig erschwert waren.

Je weiter der Abend voranschritt, umso lauter drang die „Ballermann-Musik“ vom Stadtpalais auf der gegenüberliegenden Seite des Französischen Gartens hinüber zu „Beethoven“. Sowohl den Künstlern als auch dem Publikum blieb nichts anderes, als ruhig zu bleiben und sich nicht ablenken zu lassen vom Kunstgenuss auf der Schlösschenbühne. 

Besucher des Festivals

"Musik oder Lärm?" Kultursommer-Bühne am Schlösschen zieht Fazit

CELLE. Zur Kompensierung der Corona-Beschränkungen wurde nach Ende des jüngsten Lockdowns der „Celler Kultursommer“ ins Leben gerufen. Die Bühne am Schlösschen begeisterte die einen und ärgerte die andern. Die Erkenntnisse würden für künftige Veranstaltungen geprüft, teilt die Stadt Celle mit.