CELLE. Zu Beginn des neuen Schuljahres stand den Schülern des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft an den bbs1celle ein besonderes Ereignis bevor: Sie bekamen Gelegenheit, die historische Altstadt in Wolfenbüttel zu besichtigen, welche auch als „Lessingstadt“ bekannt ist. Die Gruppe bestand aus 13 freiwilligen Schülerinnen und Schülern der Leistungskurse in Deutsch aus den 12. Klassen und zwei Lehrkräften.

Der Leiter des Seminars stellte den Teilnehmern in einem Seminarraum umfangreiches Material von Comics, Aufsätzen, Interpretationen bis hin zu Biographien über den bekannten deutschen Dichter Gotthold Ephraim Lessing und über sein aufklärendes Meisterwerk „Nathan der Weise“ zur Verfügung. Zudem bekamen sie die Möglichkeit, Jahrhunderte alte Erstausgaben lesen und berühren zu dürfen. Bei dieser Atmosphäre hatten alle das stolze Gefühl, sie seien selbst Germanistikstudenten. Eifrig wurden Schwerpunktthemen zum Drama herausgearbeitet, wodurch  Inhalt und Hintergründe veranschaulicht wurden.

Der letzte Tag der Exkursion wurde durch den Besuch der Herzog August Bibliothek gekrönt, die nach ihrem Gründer benannt ist. Die beeindruckende Bibliothek beherbergt einzigartige Bücherschätze, die bereits von weltberühmten Schriftstellern wie Voltaire, Casanova, Mirabeau, Mendelssohn und Kästner bewundert wurden. In der Barockzeit war die Bibliothek auf der Welt die erste ihrer Art und besaß erstmals einen alphabetischen Katalog, der zur Ordnung und Suche diente. Lessing selbst arbeitete dort als Bibliothekar.

Außerdem besichtigte die Gruppe das Lessing-Haus. Trotz der eher spartanischen Inneneinrichtung konnten sich die Schüler mithilfe ihrer Fantasie und des angesammelten Hintergrundwissens das Leben des einstigen Autors vorstellen. Umso beeindruckender empfanden sie das Gefühl, in dem Raum zu stehen, in dem Lessing das berühmte Aufklärungsdrama „Nathan der Weise“ niedergeschrieben hatte.

Die Zeit verging viel zu schnell, aber die Bilder, Erinnerungen und Eindrücke werden wohl den Meisten immer im Kopf bleiben. „Die Exkursion lehrte uns nicht nur den toleranten Gedanken immer beizubehalten, sondern auch, dass unser rechtes Handeln der Schlüssel für ein Leben miteinander ist“ , so das Fazit der Teilnehmer.

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Text: Zeynep Ipek

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