Lesung mit Ayre Sharuz Shalicar: „Der neu-deutsche Antisemit“

Gesellschaft Von Redaktion | am Di., 07.05.2019 - 15:04

CELLE. Nach seiner Autobiographie „Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude“ hat Arye Sharuz Shalicar jetzt mit „Der neu-deutsche Antisemit“ einen Bericht über seine Erfahrungen mit dem Antisemitismus vorgelegt. Shalicar stellt sein Buch vor und diskutiert mit dem Publikum am Dienstag, 14. Mai 2019 von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Forum der Paul-Klee-Schule Celle in der Wittestraße 14. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Celler Netzwerkes gegen Antisemitismus und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hannover.

Das Celler Netzwerk gegen Antisemitismus ist 2015 von der Jüdischen Gemeinde Celle, der vhs, dem Stadtarchiv, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten gegründet worden. Heute gehören ihm darüber hinaus der Landesverband der israelitischen Kultusgemeinden in Niedersachsen, die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden, der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Celle, die Deutsch-Israelische Gesellschaft Arbeitsgruppe Hannover und die Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Celle an.

Arye Sharuz Shalicar, in Göttingen geboren und in Berlin aufgewachsen, ist ein deutsch-israelischer Politologe, Buchautor und Offizier. Der ehemalige Hip-Hop-Musiker diente seit 2009 als Presseoffizier bei den Israelischen Verteidigungsstreitkräften. Seit 2017 ist er Mitarbeiter der israelischen Regierung im Ministerium für Nachrichtendienst. Arye Sharuz Shalicar trifft in seinem Beruf deutsche Spitzenpolitiker, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Journalisten, Polizisten, Bundeswehrsoldaten, Akademiker und christliche Pilgergruppen. Nach unzähligen Gesprächen und Begegnungen gelangt er zu der bitteren Erkenntnis: "Antisemitismus ist in Deutschland, nicht selten getarnt als Israel-Kritik, weiterhin tief verwurzelt."