CELLE. Am Sonntag, dem 11. November um 14.30 Uhr bietet das Bomann-Museum eine letzte Kuratorenführung durch die Sonderausstellung „Hinter Stacheldraht. Die Kriegsgefangenenlager in Celle 1914–1918“ an.

Vor 100 Jahren, am 11. November, endeten mit dem Waffenstillstand von Compiègne die Kampfhandlungen zwischen dem Deutschen Reich und den beiden Westmächten Frankreich und Großbritannien. Seitdem wird in Großbritannien und in den Ländern des Commonwealth, in Frankreich und Belgien an diesem Tag der etwa 17 Millionen Toten des Krieges gedacht.

Auch für die Kriegsgefangenen in Deutschland endete der Krieg: Ihre Repatriierung war in den Waffenstillstandsbedingungen geregelt worden und hatte sofort zu beginnen. Am 13. Dezember 1918 war das Lager im Celler Schloss bereits aufgelöst. Im Cellelager präsentierte sich am 10. November der mit dem Appell beauftragte deutsche Offizier zur Überraschung aller in Zivilkleidung. Das Lager war dem Kommando eines vom Arbeiter- und Soldatenrat beauftragten Marschalls unterstellt worden. Die Wärter versahen zwar weiter ihren Dienst, aber die Ausgangssperre tagsüber wurde aufgehoben. Die Organisation der Heimkehr war für die Gefangenen im Cellelager jedoch kompliziert, sie mussten noch zwei Monate warten, bis die Transportmittel bereitstanden.

Der Rundgang zeigt noch einmal die Geschichte der Celler Lager, stellt einzelne Gefangene und ihr Schicksal detailliert vor und blickt besonders auf Kriegsende und Auflösung der Lager. Die Führung ist kostenlos, es wird nur der Museumseintritt erhoben. Die Kuratorin der Ausstellung, Hilke Langhammer, ist außerdem von 12 bis 16 Uhr in der Ausstellung und steht für Fragen und Gespräche zur Verfügung.



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