CELLE. Das Programm der „Companie Bataclan“ präsentiert einen Stil-Mix mit eigenen Texten und begeistert unter anderem mit anatolischen Grooves. An den europäischen Osten erinnert der Klezmer-Freilachs, eine bekannte jiddische Weise von Jtschak Katsenelson. Neben der musikalischen Vielfalt überrascht die Compania auf der Bühne auch mit politischer Satire. „Companie Bataclan“ ist eine sechsköpfige Band aus dem Ruhrgebiet. Musikalischer Abwechslungsreichtum verbindet sich mit politischem Anspruch.

Texte aus eigener Feder werden mit verschiedenen Stilen unterlegt. Heraus kommt ein spannender Soundclash; ob Balkan, Klezmer, Rock, ReggaeSka sowie orientalische Nuancen – „Compania Bataclan“ tanzt auf vielen musikalischen „Hochzeiten“ und passt in keine Schublade – frei nach dem Motto der amerikanischen Anarchistin Emma Goldman „Wenn ich nicht tanzen kann, ist es nicht meine Revolution.“ Der Name „Compania Bataclan“ erinnert an eine Gruppe libertärer Menschen im Umfeld einer Bar in Madrid namens Bataclan, die den Plan fassten, ein Attentat auf den spanischen Diktator und Vorgänger Francos, Primo de Rivera, zu verüben. Durch Denunziantentum wurde der Plan jedoch vereitelt, die Beteiligten festgenommen und hingerichtet. Mit diesem historischen Rückgriff und Namen will die Band an jene mutigen Menschen erinnern, die in der aktuellen Geschichtsschreibung (fast) keinen Platz gefunden haben.

Das Konzert findet statt am Freitag, den 5. Oktober, um 20 Uhr, bei Gajah, Schuhstraße 23, Celle.  Eintritt: € 14,-



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