CELLE. Der Lesesommer 2017 wird im Juli fortgesetzt mit der Geschichte des frühchristlichen Mönchs Hypa im 5. Jahrhundert n.Chr. Am Donnerstag, dem 13.7.2017, um 15.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus, Fritzenwiese 46, 29221 Celle findet das nächste Treffen des Deutschen Frauenrings, Ortsring Celle statt. Thema ist der Roman  „Azazel“ von Youssef Ziedan.

Hypa, der Mönch, zweifelt an sich und seinem Glauben. In seinen Zweifeln führt er Zwiesprache mit dem Dämon Azazel, der ihn und seine Religion immer wieder auf den Prüfstand stellt. Schließlich schreibt Hypa sein Leben auf 30 Pergamentrollen, die er gut verpackt und in der Nähe seines Klosters vergräbt.: die Kindheit in Oberägypten und die Ermordung seines Vaters, der Christ war; sein Weg als Mönch nach Alexandria, wo er Zeuge wird, wie ein christlicher Mob eine hochangesehene andersgläubige Gelehrte lyncht; sein Weg über Jerusalem bis in ein Kloster nahe Antiochia im heutigen Syrien. Und er wird Zeuge, dass hochgelehrte Theologen und Kirchenväter von innerkirchlichen Mitbrüdern aus rein politischen Gründen exkommuniziert und verbannt werden und Glaubenssätze autoritär missbraucht werden. Alle Religionen betonen ihre Friedfertigkeit. Doch von Anbeginn bis heute werden Gräueltaten im Namen des Glaubens begangen.

Youssef Ziedan ist ägyptischer Islamwissenschaftler und Handschriftenexperte in Alexandria. Und er ist ist Schriftsteller, der sich hier mit religiösem Fanatismus und Extremismus beschäftigt.

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