Literaturkreis des MehrGenerationenHauses spricht über "Die Kieferninseln"

Kultur + Gesellschaft Von Redaktion | am Mo., 03.06.2019 - 16:43

CELLE. Am Donnerstag, den 13.06.2019, um 15.30 Uhr, findet im MehrGenerationenHaus, Fritzenwiese 46, das nächste Treffen des Literaturkreises statt. Der Roman „Die Kieferninseln“ von Marion Poschmann führt zu Licht und Schatten sowie den kulturellen Unterschieden zwischen Deutschland und Japan.

Gilbert Sylvester, Privatdozent und Bartforscher, träumt, dass seine Ehefrau ihn betrogen habe. Fest von der Realität des Traumes überzeugt setzt er sich ins nächste Flugzeug und fliegt nach Japan. Dort will er, wie früher Wandermönche, den Mond über den Kieferinseln von Matsushima sehen. In Tokio trifft er zufällig einen lebensmüden jungen Mann und hindert ihn am Selbstmord. Dieser will aber nicht von seinem Ziel ablassen. Beide vereinbaren, gemeinsam auf dem Weg nach Matsushima besondere Orte aufzusuchen, die sich für einen Suizid eignen. Nachdem sie einige dieser Orte verworfen haben, verlieren sie sich kurz vor dem Ziel aus den Augen und Gilbert kommt allein in Matsushima an. Wenn auch die Ausblicke nicht mehr so sind, wie vor vielen hundert Jahren vom klassischen Dichter Basho beschrieben, hat Gilbert nicht nur viel über Japan und seine Kultur gelernt sondern dabei auch sein Leben und seine Ziele reflektieren können. Am Ende steht eine überraschende Erkenntnis.

Marion Poschmann, geboren 1969 in Mülheim/Ruhr, studierte Germanistik, Philosophie und Slawistik und lebt als freie Schriftstellerin. Für ihr Werk hat sie zahlreiche Stipendien und, überwiegend nationale, Preise erhalten. Gäste sind herzlich willkommen.