Maisernte: Landvolk Celle wirbt für Rücksichtnahme auf Straßen

Wirtschaft Von Redaktion | am Di., 21.09.2021 - 16:47

CELLE. Betriebe mit Rindviehhaltung und Biogasanlagen sind zurzeit dabei, die Maisernte einzufahren. Darauf weist das Landvolk Celle hin. Während der Ernte sind vermehrt Trecker mit großen Anhängern, die das Erntegut vom Feld zum Hof transportieren, aber auch die selbstfahrenden Häcksler auf den Straßen unterwegs.

"Die eingesetzten Maschinen sind zwar langsamer, als die übrigen Verkehrsteilnehmer, was aber nicht zu gewagten Überholmanövern führen sollte. Oft unterschätzen die Verkehrsteilnehmer Größe, Breite und Geschwindigkeit der Maschinen. Dies führt nicht selten zu gefährlichen Situationen", warnt das Landvolk. Zudem sei zu beachten, dass die Maschinen zum Abbiegen weit ausscheren müssen. Auch kurzzeitig verunreinigte Fahrbahnen an Feldzufahrten können vor allem bei regennassen Straßen gefährlich werden.

„Mit gegenseitiger Rücksichtnahme und erhöhter Aufmerksamkeit aller wird es sicherlich nicht zu vermeidbaren Unfällen kommen. Fuß vom Gas, etwas rechts ranfahren, dann klappt es für alle“, so Christoph Düvel erster Vorsitzender vom Landvolk Celle. Die Celler Bauern bedanken sich schon im Voraus für Rücksichtnahme und Vorsicht.

Der Maisanbau im gesamten Landkreis liegt insgesamt bei knapp 15.000 ha, das entspricht ca. 29 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Der Silomais wird bei der Ernte als ganze Pflanze geerntet und in wenige Millimeter lange Stücke gehäckselt und unter Folie luftdicht verpackt. Mit Hilfe von Milchsäurebakterien entsteht, ähnlich wie beim Sauerkraut, ein schmackhaftes, nährstoffreiches Futter, das als Futtergrundlage für Rinder und Biogasanlagen dient.