CELLE. Ob Gedicht oder Lied – der Komiker Marco Tschirpke weiß sich kurz zu fassen. Gespickt mit Verweisen auf Kunst und Geschichte, bedeutet ein Abend mit dem Gewinner des Deutschen Kleinkunstpreises 2018 vor allem ein intellektuelles Vergnügen.

Wie er das Heute mit dem Gestern und das Hohe mit dem Tiefen verquickt, das ist so unverschämt lustvoll und unterhaltsam, dass sein Publikum davon oft nicht genug bekommen kann – wobei auch die „Küchenlyrik“ nicht zu kurz kommt. Kostprobe gefällig? „Fondue – das meint: An runden Tischen / Gemeinschaftlich im Trüben fischen.“ Dass Tschirpke zugleich als einer der gewieftesten Pianisten seiner Branche gilt, verdankt er einer Spielfreude, die ihn oft zu halsbrecherischen Manövern verführt. Sein letzter Gedichtband „Frühling, Sommer, Herbst und Günther“ (2015) avancierte zum Spiegelbestseller. Zudem ist er der Erfinder der „Lapsuslieder“.

Marco Tschirpke ist zum ersten Mal in Celle. Was darf das Publikum erwarten?:  „Erwarten darf es natürlich alles. Wider Erwarten zu handeln, ist mein Metier. Um einen groben Ausblick zu geben: Ich werde das Klavier malträtieren und dazu singen von Dingen. Also Dingen, von denen vorher niemand annahm, dass sie von Interesse sein könnten.“

„Ganz groß, der Herr Tschirpke, ganz groß!“ (Horst Evers)

„Wem Heinz Erhardt zu naiv-kindlich, Robert Gernhardt zu unpolitisch und Goethe zu langohrig ist, der findet in Marco Tschirpke auch keine Alternative.“ (Harry Rowohlt)

Kunst & Bühne, Samstag, 23. Februar, 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) Tickets: 17 €, ermäßigt 10/5 €

www.kunstundbuehne.de, Reservierung erwünscht unter kunstundbuehne@gmx.de





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