OSNABRÜCK/CELLE. Am vergangenen Wochenende (10./11.11.18) machten sich SchwimmerInnen aus dem Landkreis Celle auf den Weg nach Osnabrück, um dort an den Landesjahrgangsmeisterschaften der jüngeren Jahrgänge (2008 bis 2006/2005) teilzunehmen. Alle Teilnehmer mussten sich zuvor durch die Erfüllung anspruchsvoller Pflichtzeiten qualifizieren. 454 Mädchen und Jungen traten für 90 Schwimmvereine aus ganz Niedersachsen zu mehr als 2350 Einzelstarts an. „Die Celler Schwimmer mussten sich dabei der starken Konkurrenz aus den Landesleistungszentren in Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Osnabrück stellen, welche über luxuriöse Trainingsbedingungen und teilweise auf den Schulbetrieb abgestimmte Trainingszeiten verfügen, was in der Fläche und damit insbesondere in Celle und Umgebung nicht auf vergleichbarem Niveau umzusetzen ist. Umso erfreulicher und bemerkenswerter sind die Erfolge, die die Celler Schwimmer mit nach Hause bringen konnten“, so die teilnehmenden Vereine.

Mehrfach nach ganz oben aufs Podest der Besten Niedersachsens schwamm sich Marlene Werner vom SV Nienhagen, die bereits bei ihrem ersten Start über 100m Freistil am frühen Samstagmorgen hellwach war und mit ihrem ersten Landesjahrgangsmeistertitel vorlegte. Die vier Bahnen ihrer Paradedisziplin legte sie in neuer Bestzeit zurück: 1:06,44 bedeutete eine Verbesserung der bisherigen Marke um 3 Sekunden und außerdem die Endlaufteilnahme der offenen Wertung, an dem sie als jüngste Teilnehmerin noch einmal ihr Leistungsvermögen unter Beweis stellen durfte. Sie platzierte sich mit dieser Zeit unter den Top Ten ihres Jahrgangs in Deutschland. Weiterhin konnte Marlene ebenfalls über 50m Freistil in 0:30,36 und 400m Freistil in 5:10,09 Landesjahrgangstitel erringen. Zum Abschluss des Wettkampfs konnte sie auch über die 200m Freistil noch eine Silbermedaille erkämpfen. Das junge Nienhagener Talent zeigte laut Trainer Ole Bedey eine beeindruckende Fokussierung im Wettkampf und konnte so die Trainingsziele optimal umsetzen.

Kjara Reckmann konnte ebenfalls Medaillen für den SV Nienhagen erringen. Über 200m Schmetterling gelang ihr der Sprung auf das Treppchen in 2:59,68 min ebenso wie über die 200m Lagen in 2:44,71 min. Beide Leistungen bedeuteten die Bronzemedaille. Über 400m Freistil verpasste Kjara das Treppchen in 5:10,37 min nur knapp und belegte den vierten Platz. Weitere gute Platzierungen erschwamm sie sich über die Lagen- und 100m Schmetterling-Strecken, wobei sie sich außerdem für zwei offene Endläufe qualifizierte, bei denen sie ihre guten Leistungen bestätigen konnte.

Die Sprintspezialistin Debora Coors hatte mit neun Starts über verschiedene Lagen-, Freistil- und Rückendisziplinen ein umfangreiches Programm, wobei sie insbesondere über die 50m-Strecken vordere Top Ten-Platzierungen und Endlauf-Teilnahmen errang. Im Endlauf über 50m Freistil verbesserte sie ihre zuvor gezeigte Leistung und unterbot mit 0:29,98 min die 30-Sekunden-Marke. Naturgemäß war dieses Rennen ein sehr knappes und die Zeit brachte ihr den undankbaren vierten Platz in der offenen Wertung, wobei der Abstand zwischen dem dritten und dem sechsten Platz nur 2/10-Sekunden betrug.

Auch Mattis Bleich und Jacob Nitz hatten sich durch starke Leistungen auf Bezirksebene für die Teilnahme an den Landesmeisterschaften qualifiziert. Beide zeigten über die 400m Freistilstrecke ihre beste Leistung, wo sie mit Platz acht und neun nach einem beherzten Rennen durchaus zufrieden sein durften. „Alles in allem ein kleines Team mit großer Medaillenausbeute und starkem Auftreten“, resümierte Trainer Bedey.

Mit einem achtköpfigen Aufgebot ging der Celler Schwimm-Club (CSC) bei den Landesjahrgangsmeisterschaften im Osnabrücker Nettebad an den Start. Qualifiziert hatten sich bei den Mädchen Leni Poerschke (Jg. 2008), Mariella Wemdzio (Jg. 2006), Zoe Chatjorhor (Jg. 2008) und Maria Tsilimigkra (Jg. 2006). Bei den Jungen waren es Alexej Sucker (Jg. 2007), Fabian Schreiber (Jg. 2008), Lew Petrov (Jg. 2005) und Jano Späth (Jg. 2005), die die Qualifikationsnorm des Landesschwimmverbandes Niedersachsen erreicht hatten

Erfolgreichster CSC-Schwimmer war Lew Petrov, der es über 200 m Langen in herausragenden 2:35,37 Minuten sogar auf einen Podestplatz schaffte. Seine Bronzemedaille blieb bei diesen Titelkämpfen das einzige Edelmetall für die Celler Schwimmer. Lew Petrov war auch der einzige, der mit seiner konstant starken Leistung in zwei Finals einzog. Über 50 m Rücken belegte er den fünften Platz unter den besten Schwimmern Niedersachsens und über 50 m Schmetterling kam er als achter ins Ziel.

Bei den Mädchen hatte Leni Poerschke das größte Pensum zu absolvieren. Bei ihren sieben Starts landete sie sechsmal unter den besten 10 in ihrem Jahrgang. Alexej Sucker hatte sich über die 50 m Brust- und 100 m Bruststrecke einiges ausgerechnet. Hauchdünn schlug er allerdings in beiden Rennen als vierter an und verpasste knapp eine Medaille.

Fabian Schreiber zeigte sich in starker Verfassung und freute sich über einen guten fünften Platz auf der 400 m Freistil-Distanz und einen sechsten Platz über 100 m Schmetterling. Trainer Sebastian Brandt war mit den Erfolgen zufrieden. „Für mich zählt, dass meine Aktiven sich gegen die besten Schwimmer Niedersachsens behaupten können“, freute er sich. „Alle haben dabei auch noch persönliche Bestzeiten abgeliefert.“

Mit Alina Pengel, Charlotte Gasch, Henrike Crull und Maurice Gerecke, konnten sich vier Aktive der SG Celler Land für die Titelkämpfe der jüngeren Jahrgänge in Osnabrück qualifizieren. Wenn es auch keine vordere Platzierung gab, so kehrten aber alle mit neuen persönlichen Bestzeiten von den Titelkämpfen zurück und bewiesen damit, dass sie von ihren Trainern Susanne Schelm und Sebastian Hall gut auf die Wettkämpfe vorbereitet wurden.

SVN-Mannschaft mit (v.l.) Mattis Bleich, Marlene Werner, Kjara Reckmann, Jakob Nitz, Deborah Coors. Foto: Daja Reckman

Lev Petrov. Foto: Jana Reimchen

Marlene Werner. Foto: Roland Werner

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