HERMANNSBURG. „Martin Luther am Zuckerhut – was bedeuten Luther und das Reformationsjubiläum für Brasilien?“ Dieser Frage geht Dr. Claus Schwambach in seinem Vortrag am Dienstag, 25. Juli um 20 Uhr nach. Dazu lädt das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) ins Hermannsburger Ludwig-Harms-Haus ein.

Dr. Schwambach ist Professor für Systematische Theologie und Ethik an der lutherischen theologischen Fakultät (Faculdade Luterana de Teologia – FLT), in São Bento do Sul/SC, Brasilien. Für den ausgewiesenen Luther-Forscher ist das Reformationsjubiläum von großer Bedeutung und nimmt bei der Betrachtung seiner Kirche, der Evangelischen Kirche lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB), einen breiten Raum ein.

Verschiedene Fragestellungen scheinen vor diesem Hintergrund auf: So setzt er sich in seiner Arbeit mit dem Verhältnis der lutherischen Theologie zu der auch in Brasilien stark an Einfluss wachsenden Pfingstbewegung und der Frage auseinander: Lassen sich Pfingstler mit Luther begeistern? Und wie wird dessen Theologie auf Gemeindeebene in seiner eigenen Kirche wahrgenommen? Kann sie als Impuls für eine Gemeindeerneuerung, eine Art neue Reformation, dienen? Welche Rolle spielt dabei die Übersetzung von Luthers Werken für die Weiterentwicklung der IECLB? Anhand dieser und anderer Aspekte gibt Dr. Schwambach an diesem Abend beispielhaft Einblick in das theologische Innenleben der brasilianischen Partnerkirche des ELM.

Claus Schwambach studierte Theologie in Tübingen und Erlangen. Er ist Mitherausgeber der portugiesischen Ausgabe von Luthers Werken und fungiert neben seiner Professur seit 2003 auch als Generaldirektor der FLT. Darüber hinaus ist Schwambach Herausgeber der Zeitschrift Vox Scripturae – Revista Teológica Internacional und einer der Verantwortlichen der FLT für die Verbreitung von Glaubenskursen.

 

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