CUXHAVEN/CELLE. Weit reisen mussten die Celler Schwimmer, um die offenen Bezirkssprint- und Kurzbahnmeisterschaften am vergangenen Wochenende (03.11/04.11.20148) zu bestreiten.  30 Vereine sendeten rund 160 Sportler an die Nordsee, um in Cuxhaven die neuen Bezirksmeister und Bezirksjahrgangsmeister auszumachen. Mit 91 Goldmedaillen erschwammen sich die Teilnehmer von Celler SC, SV Nienhagen und TSV Wietze über die Hälfte der möglichen Jahrgangstitel. Der Celler SC sicherte sich zudem 25 von 30 möglichen Titeln in der offenen Wertung.

Die 15 Vertreter des Celler SC dominierten sowohl in den Einzelleistungen, als auch in den Staffelwettkämpfen. Eine Flut von 64 Gold-, 13 Silber- und zehn Bronzemedaillen in der Jahrgangswertung, zudem 25 Gold, 15 Silber und fünf Bronzeplatzierungen in der offenen Klasse weist die erfolgreiche Bilanz der Schwimmer aus. Die Ausbeute wurde durch vier Bezirksstaffelrekorde an diesem Wochenende abgerundet.

Alle zwölf Staffeln des CSC beendeten den Wettkampf mit dem 1. Platz. „Jeder Schwimmer übernimmt Verantwortung für das gesamte Team, ist mit diesem Bewusstsein hochmotiviert und gibt alles“, lobt Detlef Heidenreich seine Teams. „Dass dabei vier Bezirksrekorde erzielt wurden, ist natürlich ein wunderbarer Lohn für den Fleiß und Ehrgeiz der Sportler“, resümiert der stolze Trainer weiter.

Die 4 x 50 m Schmetterling-Staffel weiblich und männlich, 4 x 50 m Rücken-Staffel weiblich sowie 4 x 50 m Brust-Staffel männlich knackten Rekorde aus den Jahren 2011, 2014 und 2016. Diese Staffeln wurden in wechselnder Besetzung mit Catharina Heese, Leonie Kanus, Jana Reimchen, Sina Luiza Schaper, Lina Timm und Sebastian Brandt, Jan Hartwich, Daniel Meng und Maxim Reimchen geschwommen.

Weiter ging das erfolgreiche Wochenende mit tollen Einzelleistungen. Bei seinen zwölf Einsätzen zeigte Daniel Meng Hervorragendes. In seinem Jahrgang (2002) schlug der junge Kaderathlet fast ausnahmslos als Erster an. Damit sicherte er sich Spitzenplätze in der DSV-Bestenliste. In der offenen Wertung wurde sein Können mit acht Gold- und drei Silberplatzierungen honoriert. Unter den Junioren (99/00) kämpfte der siebzehnjährige Jan Hartwich.  Alle neun Wettkämpfe im Jahrgang schloss er mit Platz 1 ab. In der offenen Klasse sammelte er vier Gold-, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen ein. Trotz reduzierten Trainings blieben die Wettkämpfe von Sebastian Brandt (96) erfolgsgekrönt. In seiner bevorzugten Lage Brust (100, 200 + 50 m) erzielte der erfahrene Sportler zweimal Gold- und einmal Silber. Leon-Benedikt Schock, Maxim Reimchen (2001) und Tim Hartwich (2004) bestimmten in den Jahrgangswertungen ebenfalls die Wettkämpfe. Maxim Reimchen vergoldete alle seine zehn Einsätze und ließ der Konkurrenz keine Chance. Neun Wettkämpfe bestritt Tim Hartwich, hierbei fischte er fünf Gold-, eine Silber- und drei Bronzemedaillen aus dem Wasser. Neben Bestleistungen konnte Leon-Benedikt Schock unter den Junioren Platz 2 auf 100 m Rücken erreichen, dies besonders bemerkenswert, da der Schwimmer durch seinen beruflichen Werdegang derzeit wenig Trainingszeit finden kann.

Auch die Leistungen der weiblichen Teilnehmer des CSC  waren von Erfolg gekrönt. Sechs Wettkämpfe bestritt  Lina Timm. Ausnahmslos dominierte sie ihrem Jahrgang 2001 und beendete alle Läufe mit dem 1. Platz. Auch in der offenen Klasse erbrachte die Schülerin tolle Ergebnisse. Ihr Engagement wurde mit fünf Gold- und einer Silbermedaille belohnt. Catharina Heese (99) startete unter den Junioren (99/00), hier kam sie auf sieben Mal Edelmetall (vier Gold, zwei Silber, einmal Bronze). In der offenen Wertung erreichte die versierte Schwimmerin mit vielen neuen Bestzeiten drei Mal Gold und zwei Mal Silber.

Den Lohn für ihren Ehrgeiz verdiente sich Jana Reimchen (2001) an diesem Wochenende. In der Jahrgangswertung erstritt sie neunmal Edelmetall (sechs Mal Gold, drei Mal Silber). Gleichzeitig standen für sie so in der offenen Klasse zwei Gold-, eine Silber- und zwei Bronzemedaillen bereit. Chancenlos blieben die Mitstreiter von Leonie Kanus  (2002). In der Jahrgangswertung erreichte die talentierte Sportlerin neun Medaillen in Gold. In der Wertung (offen) bedeutete dies einmal Gold und fünf Mal Silber. Weitere erfolgreiche Akteure sammelten aus den Jahrgangswertungen fleißig Medaillen. Sina Luzia Schaper (2003) präsentierte sich nervenstark und belohnte sich mit einem vollständigen Medaillensatz. Carolin Grüne (2003) erkämpfte sich einmal Gold und einmal Silber. Lena Müller (2005) war mit zwei Silber- und einer Bronzemedaille hoch zufrieden. Antonia Bertels (2005) und Vanessa Viktoria Ruth (2002) luden jeweils zwei Bronzemedaillen in das Reiserückgepäck.

Für den SV Nienhagen hatten sich Timon Krüger als einziger männlicher Teilnehmer sowie zehn Schwimmerinnen für die diesjährigen Bezirksmeisterschaften qualifiziert. Zahlreiche Bestzeiten purzelten und fast alle Teilnehmer nahmen Edelmetall mit ins Gepäck. Insgesamt 23 Gold-, zehn Silber- und zehn Bronzemedaillen in den Jahrgangswertungen sowie mehrere Medaillen in der offenen Wertung und Silber in der 50m-Freistilstaffel waren die Ausbeute für das junge Team.

Die erst 14-jährige Carina-Joelle Rumpel (Jg 04) gewann in der offenen Wertung die einzige Goldmedaille für den SVN über 200m Brust, sowie jeweils einmal Silber (100R) und Bronze (200R). Benita Grohmann (Jg 03) verpasste zwar einen Titel, konnte aber vier Silbermedaillen erkämpfen (200F, 400F, 200L, 200R). Auch die Nachwuchsschwimmerinnen Finja Eller (Jg 05; 400F) und Marit Reckmann (Jg 04; 100F) konnten sich mit Bronzemedaillen unter den Besten des Wettkampfes einreihen.

Auch bei den Jahrgangswertungen sammelten die jungen Talente reichlich Titel. Mit jeweils sechs Goldmedaillen waren Finja Eller, Benita Grohmann und Carina-Joelle Rumpel die erfolgreichsten Teilnehmerinnen des SVN, gefolgt von Vivien Grohmann (Jg 05) mit vier Titeln, Marit Reckmann mit drei und Janina Schmid (Jg 05) mit zwei Goldmedaillen. Auch „Hahn im Korb“ Timon Krüger (Jg 04) sicherte sich einen Titel über 200m Rücken. Weitere Medaillen gingen an Lene Bleich (Jg 01) und Charlotte Werner (Jg 05), Catharina Evers verpasste das Podest mit zwei vierten Plätzen, Swantja Keunecke mit einem fünften Platz nur knapp.

Der TSV Wietze war in Cuxhaven mit einem kleinen aber erfolgreichen Team vertreten. Vier Aktive hatten sich für die Titelkämpfe qualifiziert, die insgesamt 36 Starts zu absolvieren hatten und dabei 17 Medaillen errangen. Brustspezialist Nico Wahl (Jg. 2002) sicherte sich nicht nur die Titel seiner Altersklasse über 100 m und 200 m Brust. Mit den Zeiten 1:11,12 bzw. 2:44,29 belegte er in der offenen Wertung jeweils Platz zwei. Zwei zweite und drei dritte Plätze in der Jahrgangswertung rundeten eine sehr gute Gesamtleistung ab.

Über zwei Jahrgangstitel durfte sich in Cuxhaven Hauke Großegesse (Jg. 2003) freuen. Auch Hauke gewann seine Goldmedaillen auf den Bruststrecken. Zunächst war er am Samstag über 50 m Brust erfolgreich und am Sonntag gewann Hauke den Titel über 200 m Brust. Pech hatte der gleichaltrige Finn Jarosiewicz der gleich viermal auf den undankbaren vierten und einmal auf den fünften Platz kam. Vielstarterin Xenia Päßler (Jg. 2018) sicherte sich zwei Silbermedaillen über 100 m und 200 m Brust und ebenfalls zwei Bronzemedaillen über 100 m Schmetterling und 200 m Lagen.

Überaus zufrieden zeigte sich am Schluss der Veranstaltung dann auch Trainerin Susanne Schelm. Nicht nur, dass man mit 17 Medaillen, davon zwei in der offenen Wertung, die Heimreise antreten konnte. Alle vier qualifizierten sich auch für die in zwei Wochen in Hannover stattfindenden Landeskurzbahnmeisterschaften.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Ergebnisse_Jahrgang

Ergebnisse_offen

SVN Mannschaft mit Trainerin Claudia Nitz. Foto: Stefan Schmid

Daniel Meng; Foto: Tim Hartwich

Siegerehrung Brust offen mit Nico Wahl (TSV Wietze) und Sebastian Brandt (CSC). Foto: Kurt Trumtrar



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