CELLE. ​Ein flächendeckendes und einheitliches Coffee-to-go-Becherpfandsystem für die Region Celle – das ist das Ziel von Stefanie Ende (Reformhaus Ende) und Mark Jorczyk (Jorczyk Energie KG). Vor einem Jahr startete das RECUP-Pfandsystem für Coffee-to-go-Mehrwegbecher, um bundesweit eine nachhaltige Alternative zum Einwegbecher und ein bequemes Pendant zum kaufbaren Mehrwegbecher zu bieten. Heute bieten deutschlandweit über 1.500 Standorte ihren Kunden das System an und diverse Großketten testen aktuell das Pfandsystem. Seit kurzem gibt es die Pfandbecher nun auch in Celle an den CLASSIC Tankstellen von Jorczyk Energie und im Reformhaus Ende in der Celler Innenstadt.

In Deutschland würden jährlich 2,8 Milliarden Coffee-to-Go Einwegbecher verbraucht – 320.000 Becher pro Stunde. Ein Recycling sei durch die Beschichtung fast unmöglich, was bei der Entsorgung zu einer enormen Ressourcenverschwendung führe: Alleine für die Papierherstellung der Einwegbecher werden so jährlich 43.000 Bäume gefällt. „Mehrweg ist die Lösung“, sind die beiden Unternehmer überzeugt.

Mit Beteiligung von Partnern aus der Celler Gastronomie, Bäckereien und der Händlerschaft sollte das auch in der Region Celle zu schaffen sein. „Die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind für uns von großer Bedeutung. Besonders bei der Müllvermeidung geht es um innovative Ideen, mit denen das Abfallaufkommen langfristig reduziert werden kann. Das Mehrwegbechersystem RECUP ist ein unverzichtbarer Baustein einer umweltfreundlichen Ausrichtung“, erklärt Stefanie Ende.

Die Becher sind in den Varianten 0,2L, 0,3L und 0,4L Inhalt und verschiedenen Farben erhältlich. „Unsere Mitarbeiter und Gäste haben die Mehrwegbecher begeistert aufgenommen. Der Aufwand, die Becher zurückzugeben, ist für den Einzelnen gering – und schon jetzt vermeiden wir dadurch täglich rund 550 Einwegbecher. Wir freuen uns darauf, das System auch anderen Kaffeeanbietern zu präsentieren, um möglichst schnell ein flächendeckendes Angebot auch im Raum Celle zu schaffen“, erläutert Mark Jorczyk, Geschäftsführer der Jorczyk Energie KG.

So funktioniert das bundesweite Pfandsystem: Kaffeegenießer kaufen ihren Coffee-to-go im RECUP – Becher, hinterlegen 1 Euro Pfand und erhalten als Anreiz einen Rabatt gegenüber dem Kaffee im Einwegbecher. Leere Becher können deutschlandweit bei allen RECUP-Partnern wieder abgegeben werden, um das Pfand zurückzuerhalten bzw. gegen einen neuen getauscht werden. Die zurückgenommenen Becher werden vor Ort gereinigt und anschließend direkt wieder im System eingesetzt. Als einzig flächendeckendes Pfandsystem für Coffee-to-go schaffe RECUP eine einfache und nachhaltige Alternative, nicht nur zum Umweltproblem Einwegbecher, sondern biete auch ein wesentlichen Vorteil zum kaufbaren Mehrwegbecher, der den ganzen Tag mitgetragen und selbst gereinigt werden muss.

Bei mehr als 1.500 Standorten steht die RECUP-Karte für den besseren Überblick auf der Website und als App zum kostenlosen Download bereit. Sie zeigt dem Nutzer den kürzesten Weg zum nächsten RECUP-Partner. Cafébesitzer, Kantinen oder Bäckereien können sich ganz einfach auf www.recup.de informieren, registrieren und sich dem System selbstständig anschließen. Ende und Jorczyk erklären interessierten „Coffee-to-go – Anbietern“ gerne vor Ort die einzelnen Abläufe.



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