BERGEN-BELSEN. Im Begleitprogramm der Ausstellung „Kinder im KZ Bergen-Belsen“ zeigt die Gedenkstätte Bergen-Belsen am Sonntag, 16. September 2018, um 14.30 Uhr den Spielfilm „Mein blauer Vogel fliegt“ in Anwesenheit des Regisseurs Celino Bleiweiss.

Eine Gruppe polnischer Jungen wird in ein Konzentrationslager eingeliefert und einem deutschen politischen Häftling unterstellt. Ein Kampf um das Überleben beginnt … Der Spielfilm „Mein blauer Vogel fliegt“ (DDR, 1975, 78 min) beruht auf einer wahren Geschichte aus dem KZ Buchenwald. Der Regisseur Celino Bleiweiss, geboren 1937 in Polen, wurde nach der Ermordung seiner Eltern 1943 mit einer falschen Identität in das KZ Bergen-Belsen deportiert und überlebte.

Nach der Filmvorführung steht Celino Bleiweiss für ein Gespräch zur Verfügung. Die Veranstaltung wird von der Kuratorin für audiovisuelle Medien Diana Gring moderiert.

Seit vielen Jahren stellt die Geschichte der Kinder im KZ Bergen-Belsen einer der Forschungs- und Sammlungsschwerpunkte der Gedenkstätte Bergen-Belsen dar. Auf dieser Basis ist es nun möglich, die Situation, die Wahrnehmungen und Verhaltensweisen dieser Kinderhäftlinge detailliert darzustellen sowie ausgewählte Biografien über ihr Leben nach der KZ-Haft bis heute zu präsentieren. Eine zentrale Bedeutung kommt dabei den mehr als 120 lebensgeschichtlichen Interviews zu, die seit 1999 seitens der Gedenkstätte Bergen-Belsen mit Kinderüberlebenden des KZ Bergen-Belsen geführt worden sind.

Trotz oder vielleicht aufgrund der emotionalen Dimension ist über das Schicksal von Kindern im Konzentrationslager nur wenig in der Öffentlichkeit bekannt. Die Sonderausstellung ist deutschlandweit die erste umfassende Darstellung über Kinder in einem nationalsozialistischen Konzentrationslager. In ihrem Begleitprogramm finden Zeitzeugengespräche, sowie eine Theateraufführung und eine Filmvorführung statt. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

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