HANNOVER. Der Hauptgeschäftsführer der  IHK Niedersachsen (IHKN), Dr. Horst Schrage, hat sich zur eingeführten Meisterprämie kritisch geäußert. Er sieht eine Ungleichbehandlung verschiedener Berufsgruppen und sagt: „Vor einem halben Jahr hat der alte Landtag einstimmig beschlossen, die beruflichen Aufstiegsfortbildungen von Kosten freistellen zu wollen. Damit soll ein Beitrag zur Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung geleistet werden. Ausdrücklich festgehalten wurde, dass alle Aufstiegsweiterbildungen gefördert werden sollen.

Wir bedauern, dass die Landesregierung jetzt offensichtlich nur noch Handwerksmeister fördern will und vom Landtagsbeschluss abrückt. Es ist den Betrieben jedenfalls nicht zu vermitteln, warum ein Geselle in IHK-Betrieben seinen Metall- oder Elektro-Meister selbst finanzieren muss, während der vergleichbare angehende Meister im Handwerk die Kosten erstattet bekommt. Das widerspricht dem Grundsatz der Bildungs- und Chancengleichheit.“

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