CELLE. Die Entscheidung zum Bau von „Famila“ bzw. des AllerCenters fiel in die Amtszeit des ehemaligen Oberbürgermeisters Dirk-Ulrich Mende. Auf Nachfrage von CelleHeute zur Fachaufsichtsbeschwerde seitens der IHK und Vorwürfen der SPD AG Wirtschaft erklärt Mende, ungekürzt und unkommentiert:

„Seit über einem Jahr bin ich nicht mehr Oberbürgermeister in Celle. Zu aktuellen Sachverhalten der Kommunalpolitik äußere ich mich deshalb grundsätzlich nicht. Ich habe auch keinen Zugang zu den Unterlagen der Verwaltung, die für eine sachgerechte Auskunft erforderlich sind. Die abschließende Baugenehmigung wurde erst nach meiner Amtszeit erteilt, der Inhalt dieser Baugenehmigung ist mir nicht bekannt. Ob und wann eine Unterrichtung der Politik oder der Träger öffentlicher Belange über die Baugenehmigung erfolgte, ist mir ebenfalls nicht bekannt.

Aus meiner Erinnerung heraus wurde in meiner Amtszeit der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen bereits im Jahr 2015 vom Geschäftsführer Christian Lahrts über die Pläne von Famila informiert. In den Gesprächen mit dem Investor, an denen ich teilgenommen habe, wurde darüber gesprochen, welche Grenzen und welche Möglichkeiten der aufgestellte B-Plan ermöglicht, um auf die konzeptionellen Veränderungswünsche einzugehen, die der Investor für erforderlich hielt, um ein Scheitern wie beim Real Markt zu verhindern. Über das positive Ergebnis habe ich die Öffentlichkeit umgehend informiert. Die Medien haben darüber im Juli 2016 berichtet. Nachfragen dazu seitens der Politik oder anderer Akteure hat es meines Wissens während meiner Amtszeit nicht gegeben. Die Einhaltung der Grenzen des B-Plans und damit der Schutz der Interessen der Innenstadtakteure ist im anschließenden Verfahren durch die Fachverwaltung sichergestellt worden. Gutachterlich ist darüberhinaus bestätigt worden, dass das Vorhaben nicht innenstadtschädlich sei.“

AllerCenter: IHK und SPD AG befürchten Verdrängungswettbewerb

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