CELLE. Im Schuljahr 2018/2019 gibt es für Schüler, die als Flüchtlinge nach Celle gekommen sind, an den drei Berufsbildenden Schulen zusätzliche Sprachkurse. Initiiert hat dieses Projekt die Sprachförderkoordinatorin des Landkreises Celle, Sabine Heydecke, umgesetzt wird es von der Volkshochschule Celle aus Mitteln der Sprachförderung des Landes Niedersachsen.

Der Landkreis, die Volkshochschule Celle, die Berufsbildenden Schulen sowie die Agentur für Arbeit und das Jobcenter, die das Projekt unterstützen, haben nach den ersten Wochen bei einem gemeinsamen Treffen eine positive Bilanz gezogen. Es haben insgesamt mehr als 150 Schüler an den Nachmittagsangeboten, die von erfahrenen Lehrkräften für Deutsch als Zweitsprache geleitet werden, Interesse gezeigt, teilt die Kreisverwaltung mit. Weiter heißt es von Seiten des Landkreises: „Die Schulen integrieren die Kurse unterschiedlich. Während die Albrecht-Thaer-Schule mit einem Blockseminar in den Sommerferien gestartet ist, hält die Axel-Bruns-Schule durch eine aufwändige Planung das Angebot auch für Schüler aus dem ersten Ausbildungsjahr offen. Alle Beteiligten haben sich sehr flexibel und engagiert gezeigt, um die zusätzliche Sprachförderung für junge Flüchtlinge innerhalb sehr kurzer Zeit für das laufende Schuljahr auf die Beine zu stellen. Damit erhöhen sich die Chancen der Schülerinnen und Schüler auf einen guten Einstieg in eine Ausbildung und deren erfolgreichen Abschluss.“

Im Berufsvorbereitungsjahr und der Berufseinstiegsklasse würden inzwischen auch viele junge Migranten auf den Übergang in eine Ausbildung vorbereitet. Die zusätzliche Sprachförderung in dieser Phase sei wichtig, weil für eine erfolgreiche Ausbildung erfahrungsgemäß Deutschkenntnisse mindestens auf dem Niveau B1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen nötig seien. Sie ermöglichten eine fortgeschrittene und selbständige Sprachverwendung.



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