HERMANNSBURG. „Befreit! Gaben zu entfalten“ – unter diesem Motto veranstaltet das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) am Freitag, 29. September, seinen diesjährigen Missionsbasar auf dem Gelände der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg. Nach der traditionellen Andacht um 14:00 Uhr in der Kapelle, öffnet der Basar um 14:30 Uhr seine Tore.

Und dessen Erlös kommt einem Projekt für Menschen im Johannesburger Stadtteil Hillbrow/Südafrika zugute. Fast 75.000 Menschen auf rund 1,1 Quadratkilometern leben hier – einer der am dichtesten besiedelten Stadtteile der Welt, viele der Einwohner leben am Rande der Existenzmöglichkeit. Armut, Kriminalität, Drogen, Prostitution und Obdachlosigkeit bestimmen den Alltag vieler Menschen, von denen 40 Prozent aus Ländern südlich der Sahara kommen.

„Inmitten dieser scheinbar ausweglosen Situation bietet die Lutheran Community Outreach Foundation der südafrikanischen Partnerkirche des ELM einen Ort der Hoffnung: Frauen bilden sich in Kunsthandwerk aus, Kinder und Jugendliche erhalten durch Musik und Theater die Möglichkeit, ihr Selbstbewusstsein zu stärken, das Jugendzentrum sorgt für Nachhilfe und Zukunftsorientierung“, so der Direktor der Stiftung, Thomas Wojciechowski. Des weiteren gehören Kinderwochen, ein Drogenberatungszentrum für Jugendliche, ein Computer-Center, das jährlich 300 Erwachsene trainiert, damit sie einen qualifizierten Zugang zur Arbeit finden und ein Beratungszentrum für Migranten und Geflüchtete zum Angebot der Outreach Foundation. „Wir tun das mit großem Erfolg, worauf wir stolz und wofür wir sehr dankbar sind“, so Wojciechowski.

Der Hermannsburger Missionsbasar trägt auch im 91. Jahr seines Bestehens dazu bei, dass vom ELM unterstützte Projekte wie diese weiterhin Bestand haben. Dafür arbeiten Dutzende ehrenamtliche Geister ein ganzes Jahr, um Groß und Klein für ein paar Stunden wieder ein großartiges Angebot zu präsentieren: Glücksmomente aus Süßem vom Kuchenbufett, Edeltrödel auf dem Flohmarkt, äthiopische Wott, Zwiebelkuchen, Kürbisbrot, Bobotie und vieles mehr. Das heißt, Liebhaber und Kennerinnen der guten Küche dürfen sich schon jetzt auf internationale Gerichte freuen, Kinder auf tolle Geschichten und Leseratten und Bücherwürmer können in meterlangen Regalen stöbern.

„Und: Weihnachten kommt sowieso“, unterstreicht das Missionsbasar-Team. „Warum also nicht schon Ende September das eine oder andere schöne Geschenk sichern? Von Produkten aus fernen Ländern bis zu den kuscheligen Wollsocken aus heimischer Fertigung bietet der Basar kreative Ideen.“ Herbstzeit heißt, der Missionsbasar steht bevor und das ELM lädt alle herzlich dazu ein.

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