CELLE/HERMANNSBURG. „Es hat sich gelohnt: Bis zum 13. März sind bereits über 1300 Euro zusammengekommen!“ Stephan Liebner, Fundraiser des Ev.-luth. Missionswerks in Niedersachsen (ELM), lobt das große private Engagement eines Teams aus Mitarbeitenden und Freunden des ELM. Sie haben beim Wasa-Lauf in Celle Spenden für den Neubau eines Mädchenheims in Indien gesammelt.

„Schwitzt Ihr noch oder spendet Ihr schon?“, fragt Maria Karnagel verschmitzt beim diesjährigen Wasalauf in Celle Teilnehmende und Zuschauende. Gemeinsam mit einem rund 25-köpfigen Team des ELM wirbt sie engagiert für eine Spendenaktion, mit der das Missionswerk den Neubau eines Mädchenheimes im südindischen Porayar unterstützt. Und sie weiß warum: Als ehemalige Freiwillige in dem Heim Gnanapoo Illam in Porayar kennt sie die Lebenssituation vieler Mädchen dort. „2009/2010 habe ich selbst als Freiwillige in Gnanapoo Illam gearbeitet und seitdem das Heim schon drei Mal besucht. Ich konnte mit Erstaunen feststellen, dass die Mädchen durch Schulbildung und Berufsfähigkeit sogar gesellschaftliche Grenzen überwinden und in höhere Kasten heiraten konnten, obwohl die Herkunftsfamilien keine entsprechende Mitgift bereitstellen konnten. Jährlich gibt es eine Art Familientreffen, wo frühere Gnanapoo Illam-Mädchen zurückkehren und ihre Dankbarkeit zeigen“, berichtet Karnagel. „Nicht nur wegen meiner persönlichen Erfahrung mit dem Heim, sondern auch aus meiner Überzeugung, dass Gesundheit und Bildung für Mädchen in Südindien notwendig und unterstützenswert sind, laufe ich für Porayar – bei jedem Wetter!“

„Ich laufe nicht. Nie. Ich bin furchtbar im Laufen“, hatte Pauline Grotheer schon im Vorfeld des Wasa-Laufes festgestellt. Als Freiwillige des ELM-Seitenwechselprogramms 2016/2017 hat auch sie als Freiwillige in dem Mädchenheim gearbeitet. Aber sie mache Ausnahmen. Und diese Ausnahme sei der Wasa-Lauf in Celle, so Grotheer. Damit die Mädchen aus armen Verhältnissen weiter zur Schule gehen könnten und dabei nicht Angst haben müssten, ihnen fällt der Putz auf den Kopf, schildert sie ihre Motivation. „Wenn ich laufen kann, dann könnt ihr spenden. Oder?“

So macht sie sich bei herrlichstem mit dem Team des ELM auf, um an der 11 Kilometer langen Wanderung des Wasalaufs teilzunehmen und zeigt sich begeistert: „Neben all den Schritten die ich für meine Freundinnen in Porayar zurücklegte, herrschte beste Stimmung und es wurden bereichernde Gespräche geführt. Ein rundum gelungener Tag!“

„So macht Spendensammeln Spaß“, findet Bischof i. R. Erich Hertel aus Hermannsburg. „Ein schöner Auftakt war der Besuch des Gottesdienstes in der Celler Stadtkirche. Dort wurden wir als ELM-Team besonders begrüßt und auch unser Anliegen, Spenden für das Mädchenheim in Porayar zu ,erlaufen‘, in der Predigt aufgenommen. Geistlich gestärkt machten wir uns dann voller Schwung auf den Weg.“ Spenden geht natürlich auch jetzt noch, damit die Mädchen in Porayar bald ihr neues Wohnheim bekommen.

Weitere Informationen zum Projekt erteilt S. Liebner,Tel.: (05052) 69-240, projektberatung@elm-mission.net

Spenden online ist möglich unter www.elm-mission.net/spenden
Spendenkonto ELM: IBAN
DE54 2575 0001 0000 9191 91

Geistlich gestärkt und weithin erkennbar machte sich das ELM-Team für sein Anliegen wandernd und laufend auf den Weg. Foto: Hannah Rose/ELM

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