CELLE. Während seine Vorgängerinnen und Vorgänger derzeit mit Feuereifer am neuen Sportparcours für Celle basteln, nimmt der neue Jugendbeirat seine Arbeit auf. Gestern hieß Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge 23 neue Mitglieder im Rathaus willkommen. „Dass wir mit dem Thema den richtigen Nerv getroffen haben, zeigt sich daran, dass in diesem Jahr beinahe doppelt so viele Schülerinnen und Schüler an den Start gehen wie beim letzten Mal“, zeigt sich der OB begeistert. Waren es 2018 zwölf Jugendliche, die sich für die Gremienarbeit außerhalb von politischen Strukturen interessierten, so sind es diesmal 23 aus acht von zehn weiterführenden Schulen des Stadtgebiets.

Zehn Jugendliche besuchen die Jahrgangsstufe elf, drei die Klasse zehn, fünf die Klasse neun, drei die Klasse acht, und mit jeweils einem Jugendlichen sind die Klassen sechs und sieben vertreten. Der Sportparcours und die Jugendkonferenz, welche in Kürze in der CD-Kaserne stattfindet, waren Ergebnisse des 1. Celler Jugendbeirates. Für den OB ganz klar ein Signal, dass das seinerzeit gewählte Motto „Mitbestimmung kann auch cool sein“ zündet: „Die Jugendlichen einfach mal machen lassen, ohne gleich Grenzen zu setzen und zu sagen, das kann doch gar nicht funktionieren, das war von Anfang an meine Idee“. So werde die Gruppe zwar seitens der Verwaltung fachkundig begleitet, sei aber in der Ideenfindung und Umsetzung völlig frei.

So sind alle schon jetzt gespannt, wie es nach der konstituierenden Sitzung weitergeht und was diesmal an Ideen umgesetzt wird. „Celle bietet nichts für junge Leute? Im Gegenteil, wir lassen die Jugendlichen selbst entscheiden, wie sie ihre Stadt der Zukunft gestalten möchten“, betont der OB abschließend.

Hintergrund:
Im Mai 2017 wurde der Celler Jugendbeirat, der immer für ein Jahr gewählt wird, unter dem Motto „Mitbestimmung kann auch cool sein“ von Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge ins Leben gerufen. Ziel ist laut Verwaltung, dass die Jugendlichen – mit Unterstützung der Verwaltung – abseits von Institutionen und Strukturen völlig frei und ohne Zwänge agieren können.



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