"Mit friedlichen Mitteln aber klarer Aussage der NPD entgegen treten"

Leserbeiträge Von Extern | am Di., 26.11.2019 - 14:33

ESCHEDE. Zu der für den 21. Dezember angemeldeten NPD-Veranstaltung mit Kundgebungen in Eschede schreibt Sascha Alius:

"Mein Name ist Sascha Alius, ich bin 38 Jahre alt und lebe mit meiner Frau und meinen drei Söhnen in Eschede. Ich bin in Eschede aufgewachsen und 2003 aus Eschede verzogen. Seit Mai 2016 lebe ich mit meiner inzwischen fünfköpfigen Familie im schönen Eschede.

Ich frage mich ob es immer noch schön ist und bleibt. Durch Eschede wird der NPD-Landesverband drei Tage vor dem Heiligen Abend mit Schildern, Flaggen, Bengalos, Rauchtöpfen und diversen Kundgebungen durch Eschede ziehen. Die Route verläuft bis zur Bundesstraße in der Ortsmitte, vorbei am Einkaufszentrum, durch Wohnstraßen, am Rathaus entlang, nahe der Flüchtlingsunterkunft vorbei, zwischen Kindergarten und Schule entlang.

Ich sage nein dazu. Eschede muss sich nicht von der NPD zeigen lassen was die schöne Seite des Ortes ist. Das Motto unter dem marschiert wird heißt:“Eschedes schöne Seite – Heimat und Kultur einen Ort geben“. Dazu braucht Eschede die NPD nicht.

Ich habe Angst vor verfassungsfeindlichem und rassistischem Gedankengut, welches den einzelnen Menschen wertlos macht und nur der völkische Gedanke zählen soll. Ich hoffe, dass die Gegendemo gut besucht wird und auch Verwaltung, Rat, Gremien, Institutionen vertreten sind. Für meinen Teil werde ich meine Angst und meine Abneigung gegenüber dieser von der NPD in meinen Augen stattfindenden Provokation mit friedlichen Mitteln aber klarer Aussage entgegentreten. Und auch dabei hoffe ich dass ich viele Bürger und Anwohner davon überzeugen kann, dass Eschede die NPD nicht duldet und vor allem nicht braucht. Ich sage #neinzunazis und hoffe dass sich viele meinem Protest anschließen. Ich bin jederzeit für Gespräche diesbezüglich bereit und lade alle ein sich breit gegen rassistisches Gedankengut zu stellen."