OPPERSHAUSEN. Skiffle ist Musik. Eigentlich ist es eine einfache Musik mit einfachen Instrumenten, mit Gitarre, Banjo, Waschbrett, Kazoo, Mundharmonika, selbstgebautem Teekistenbass und Gesang. So „einfach“ klang genau diese Musik am Sonnabend im Bootshaus von Norbert Rodenwaldt dann am Ende aber doch nicht.

Gute Laune und Spontanität bringen es wohl am besten auf den Punkt, was die Altmeister ihres Genres Caddy Skiffle Group im Zuge einer „Skiffle Night“ zum Besten gaben. Ein klasse Sound, glasklar und sehr präsent, begeisterte die mitunter von weither angereisten Konzertbesucher. „Wir wollten uns das hier einmal anschauen und auch eine  schönen Abend haben“, sagte Norbert Felchner, der mit seiner Ehefrau Susanne aus Burgwedel angereist war.

„Santiano“, „Gamblin’ Man“, „Have a Drink on me“, „Oh, when the Saints“, „Midnight Special“, „Jesse James“ und „Tom Dooley“, jener Folk-Evergreen, der von einem angeblichen Mörder handelt, welcher 1868 für seine Tat gehängt wurde, waren nur einige der vielen Lieder aus einem satten Vier-Stunden-Repertoire der Hannoveraner, die bereits seit 1970 gemeinsam musizieren. „Bei mir bist du schön“ und „Mama don’t allow“ waren die Stücke, bei denen sich alle vier Musiker, nämlich Henry (Banjo, Gesang, Mundharmonika), Hartmut (Gitarre, Gesang), Rüdiger (Waschbrett) und Ernie (Teekisten-Bass), einmal so richtig austoben durften. Und immer wieder erklangen Klassiker, die bereits der britische Weltstar Lonnie Donegan (1931-2002) in den fünfziger Jahren zu großen Erfolgen machte.

Veranstalter Norbert Rodenwaldt hatte den Bandmitbegründer und Waschbrett-Virtuosen Rüdiger Wolter erstmals 1971/72 im „Finch“ am Weddigenufer in Hannover getroffen, seitdem halte der Kontakt. „Rüdiger hat sich seitdem kaum verändert“, so Rodenwaldt, der bereits ankündigte: „Nächstes Jahr holen wir zur gleichen Zeit wieder den Skiffle hierher.“

Text: Matthias Blazek

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