"Nicht mit uns": MitarbeiterInnen kommunaler Kitas lehnen neues Kitagesetz ab

Politik Von Redaktion | am Di., 09.03.2021 - 18:50

WINSEN/ALLER. Zur geplanten Novellierung des Kitagesetzes in Niedersachsen (CELLEHEUTE berichtete) beziehen die MitarbeiterInnen der kommunalen Kitas in Winsen klar Stellung: "So nicht mit uns! Kommunale Winser Kitas sagen Nein" lautet ihr Statement, das sie wie folgt erklären:

"Vier Jahre unbezahlte Ausbildung sind für die Katz - Erzieherinnen können durch andere Berufsgruppen ersetzt werden. Der Status 'Bildungseinrichtung' geht für Kitas verloren. Keine Erhöhung der Verfügungszeiten trotz wachsender Aufgabenfelder. Versteckte Erhöhung der Gruppenkapazitäten auf 28 Kinder. Keine 3.Erzieher*In für die Kindergartengruppe!" So dürfe im Jahre 2021 mit allem Wissen um frühkindliche Entwicklung und gesellschaftliche Verantwortung ein modernes und angemessenes Kindertagesstättengesetz nicht aussehen. "Wo sind die Politiker, die für den Wert der frühkindlichen Bildung in Kitas einstehen?", lautet ihre rhetorische Frage zum Abschluss.

Neues Kindertagesstättengesetz: Mehr Berufsgruppen als Betreuungspersonal

HANNOVER. Die Niedersächsische Landesregierung hat in ihrer Kabinettssitzung heute den „Gesetzentwurf zur Neugestaltung des niedersächsischen Rechts der Tageseinrichtungen für Kinder und der Kindertagepflege“ zur Einbringung in den Landtag freigegeben. Mit dem neuen Gesetzentwurf sollen "aktuelle Qualitätsstandards und die dauerhafte Finanzierung der Kindertagespflege landesgesetzlich festgeschrieben werden", so die Landesregierung.