RECKLINGHAUSEN/CELLE. Am Wochenende wurde in Recklinghausen für die Jazz- und Modern-Tänzer die Solo- und Duo-Saison eingeläutet. Hier geht es in zwei Turnieren um die Qualifikation zum Deutschlandpokal und dort wiederum um die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Polen.

Drei Tänzerinnen sind für den VfL Westercelle bei den Solos in der Hauptgruppe angetreten. Mit insgesamt 34 Starterinnen war dies das größte Teilnehmerfeld des gesamten Wochenendes und für Diana Doll und Jona-Linn Schulz war es das erste Mal, dass sie allein auf die Tanzfläche traten. Dementsprechend nervös waren die beiden vor ihrem ersten Auftritt. Jona musste direkt als Dritte auf die Fläche. Ganz zufrieden war sie zwar nicht mit ihrem Auftritt, dennoch war sie stolz, das erste Mal alleine auf der Fläche gestanden zu haben.

Diana hatte während der Sommerferien intensiv mit Andreas Schmidt zusammen gearbeitet und erarbeitete ihre Choreografie in vielen extra Trainingseinheiten. Das viele Training hat sich ausgezahlt, alle Schwierigkeiten waren überwunden und sie legte eine ordentliche erste Runde hin. Ebenso gelang es Kira Luisa Skibba, die Wertungsrichter in der ersten Runde zu überzeugen. Für Jona war nach der ersten Runde Schluss, sie musste sich mit dem 27. Platz begnügen. Für sie heißt es nun, weiter dran bleiben um Ende Oktober in Wilsdruff wieder anzugreifen um noch ein paar Punkte zu sammeln.

Diana und Kira durften erneut auf die Fläche und tanzten sich durch zwei weitere Runden bis unter die besten 15 Tänzerinnen. Nach der Runde war dann auch für Diana Schluss, als jüngste Teilnehmerin dieser Kategorie ließ sie 23 Starterinnen hinter sich und schrammte mit dem elften Platz knapp an der Top Ten vorbei. Eine großartige Leistung für ihr Solo Debut.

Für Kira Skibba sollte der Tag noch nicht beendet sein, der Jubel war groß als ihr Name für die Finalteilnehmer fiel. Das bedeutete jetzt schon, dass sie unter den besten fünf Tänzerinnen des Tages lag, was gleichzeitig bereits ihre beste Leistung als Solistin war. Nun hieß es also Endspurt, Choreografin Kristina Krieger, die mit Kira zusammen die Choreografie erstellt hatte, stimmte sie nochmal auf ihr Stück ein und gab letzte Tipps. Die drei vorangegangen Runden hatten viel Kraft gekostet und es ging auch darum, wer am Ende noch genug Reserven hat um die zweiminütige Choreografie fehlerfrei zu tanzen.

Kira gelang dies mit Bravur, sie legte eine souveräne Performance auf die Fläche und zog nochmals alle Zuschauer und Wertungsrichter in den Bann. Da es an diesem Tag aus zeittechnischen Gründen keine offene Wertung für die Tänzer gab, war die Spannung bei der Siegerehrung um so größer. Mit jedem Platz, bei dem Kiras Name nicht fiel, wurde es ihr immer schwerer zu realisieren, was hier gerade passierte. Am Ende wurde es dann tatsächlich der Turniersieg vor Kristina Haar aus Saarlouis und Carly Crane aus Egelsbach und das erste Mal, dass eine niedersächsische Tänzerin diese Kategorie gewinnen konnte. Gleichzeitig bedeutet dies auch, dass sich Kira bereits jetzt für den Deutschlandpokal im November qualifiziert hat.

Diana Doll

Jona-Linn Schulz

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