Müden möchte Storchenheimat werden: Nistplatz am Wildpark eingerichtet

Umwelt Von Extern | am Fr., 23.07.2021 - 18:16

MÜDEN/ÖRTZE. In den vergangenen Jahren wurden, in Verbindung mit der Winterrückkehr, immer wieder Störche im Örtze- und Wietzetal rund um Müden gesichtet. Leider blieben die großen Zugvögel meist nicht lang. Im Wildpark Müden vermutet man, dass die Weißstörche schlicht zu wenig Nistmöglichkeiten finden. Mit einem Storchennest möchte das Team den Störchen helfen und eine Nistmöglichkeit bieten.

Der massive Horst, wie das Nest des Weißstorchs auch genannt wird, ist jetzt im Wildpark Müden in der Nähe des Elch- und Rotwildgeheges zu begutachten. „Für die Besiedelung durch Weißstörche an diesem Standort sehe ich gute Voraussetzungen,“ sagt der Storchenbeauftragte des Landkreises Celle Gerhard Papenburg. „Im letzten Jahr hielt sich bereits für einige Zeit ein Weißstorch in der Nähe des Wildparks im Ort auf.“

Auch Wildpark-Geschäftsführer Thomas Wamser ist optimistisch: „Das Storchennest ist bereits eines der Gesprächsthemen bei unseren Gästen, die sich schon jetzt gemeinsam mit uns darauf freuen, dass dieses Nest in der kommenden Brutsaison durch Störche besetzt wird“.  Volker Nickel vom Verein NaturHeimat Müden dankte unter anderem dem Vereinsmitglied Hermann Volkmer, der ihn in den zurückliegenden Jahren immer wieder dazu gedrängt habe, eine entsprechende Initiative für ein Storchennest in Müden zu ergreifen.

Das Fundament und der Korb konnten mit Mitteln der Sparte Umweltbildung Wildpark vom Förderkreis -NaturHeimat- Müden Örtze e.V finanziert werden. Die Betonarbeiten wurden durch Steensma-Bau GmbH durchgeführt. Mit Unterstützung der Bingo! Umweltstiftung Niedersachsen, die die Kosten für die Metallarbeiten der Firma Metallbau Gribner GmbH & Co. KG übernommen haben, sowie der Einsatz vom Team der SVO, die den Mast stifteten, konnte letztendlich der 10 m hohe Nistplatz gestern eingeweiht werden.

Jetzt hätte der Storch auf jeden Fall die Möglichkeit auch zu bleiben. Direkt am Standort befinden sich Feuchtwiesen mit viel Nahrungspotenzial und auch in der näheren Umgebung gibt es weitere Grünflächen. „Weißstörche suchen die Nähe des Menschen, weil sie sich Schutz vor Beutegreifern versprechen“, weiß Gerhard Papenburg. Der Standort selbst bietet dem Storch also Sicherheit durch Personal und Besucher des Wildparks.

Die Rückkehr der Zugvögel erfolgt meist Anfang März bis Anfang April. Das Team vom Wildpark ist gespannt, ob bald ein Storchenpaar im Wildpark Müden begrüßt werden kann und bedankt sich für die großartige Unterstützung durch die Partner und Spender, die den Bau ermöglicht haben.

Foto (von links): Volker Nickel, Thomas Wamser, Mia Wamser, Gerhard Papenburg, Britta Eggers, Bastian Gribner, Walter Buhr, Hermann Voltmer