RIVA DEL GARDA/MÜDEN. Als Brauschweiger Stadtmeisterin 2017 über 10km hatte sich Müdens Vorzeigeathletin Peggy Götting eine mehrtägige SportScheck-Reise zum Gardasee und einen Startplatz beim Garda Trentino Halbmarathon am vergangenen Wochenende erlaufen.

Am frühen Freitagmorgen machte sich Götting bereits auf den Weg nach München um dort die anderen Stadtmeister und Stadtmeisterinnen Deutschlands in der SportScheck Zentrale zu treffen. Die Überraschung war gelungen, als dann alle deutschen Teilnehmer durch den ehemaligen Olympiasieger über 800m in Sydney im Jahr 2000, Nils Schumann, empfangen wurden.

Von München aus ging es noch am selben Tag mit dem Bus nach Riva del Garda. Angekommen im sonnigen Riva, war nach dem langen Tag, dem Einchecken im Vier-Sterne-Hotel und einem gemeinsamen Abendessen der 27 deutschen Stadtmeister auch schon der Tag zu Ende. Der Samstag startete gleich mit einer Laufeinheit, geleitet durch Coach und Motivator Nils Schumann. Im Anschluss stand eine Yogaeinheit zur Entspannung auf dem Programm, die seine Frau Korinna leitete. Nach einem wunderschönen Tag und einem gemeinsamen Abendessen gab Nils Schumann interessante Einblicke in seine leistungssportliche Karriere, aber auch über sein jetziges Leben nach dem Sport als Personal Trainer.

Am Sonntagmorgen zum Laufevent war strahlend blauer Himmel bei etwa 10°C. Die letzten Minuten vor dem Start war die Stimmung aufgeheizt und zum Sound von „Pirates of the Caribbean“ wurden die über 4000 Teilnehmer dann auf die Halbmarathonstrecke geschickt. Götting hatte sich mutig sehr weit nach vorne zwischen die Spitzenathleten aus Afrika geschoben. So war es auch nicht verwunderlich, dass sie den ersten Kilometer förmlich mitgerissen wurde und viel zu schnell in 3:25 Minuten passierte.

„In der Ausschreibung stand, dass der Garda Trentino auf einer wunderschönen Strecke durch die Landschaft Norditaliens am Gardasee und die umliegenden Berge führt und die Piste brettflach sei. Mein Eindruck war aber etwas anders“, so Götting. „Es ging immer wieder durch Unter- und Überführungen und es gab öfter bissige Anstiege, die mich auch ganz schön Körner gekostet haben. Start und Ziel befanden sich allerdings auf einer Höhe“, berichtet die Sportlerin.

Bei Kilometer 16 war die Luft raus und Götting wollte das Handtuch schmeißen. Aufhören oder kämpfen war hier zu entscheiden. Nach einer kurzen Gehpause war der Kampfgeist wieder geweckt und es ging weiter vorwärts und auch aufwärts. Am Ende war der Tank völlig leer und es lief muskulär nicht mehr rund durch die vielen kräftezehrenden Hügel auf der Strecke, die Götting aus ihrer Trainingslandschaft in der Südheide so nicht gewohnt war.

Mit Top 1:39:26 Stunden im Ziel und Platz 15 in der Altersklasse W35 zeigte sie sich dennoch zufrieden, „wenn auch 2-3 Minuten schneller schon schön gewesen wären“. „Aber das Laufabenteuer fiel eben in die Müdener Trainingspause und da muss auch mal was aus der kalten Hose gehen“, so Andreas Ull, Trainer der Müdener Truppe. Es stehe zwar viel Koordination, Kraftausdauer, Aufbau vernachlässigter Muskulatur und Stretching auf dem Winterprogramm, aber zur Zeit eben kaum längere Ausdauerläufe.

 

 

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