Mundschutz selbst genäht - Heimarbeit gegen Corona

Gesellschaft Von Extern | am Mo., 23.03.2020 - 10:00

NIENHAGEN. Maya Tsantilis und Kerstin Kozlowski haben am Wochenende eine neue Form der Heimarbeit entwickelt. Sie haben gemeinsam Mundschutze genäht. Vier Stunden lang haben die beiden Frauen, die gemeinsam das Geschäft Fachwerke im Schafstallweg führen, an der Nähmaschine gesessen. „Wir konnten für die Mundschutze nur die uns zur Verfügung stehenden Baumwollstoffe nehmen, aber die haben wir doppelt gelegt. Unsere Stoffmodelle stellen sicher nur einen Minimalschutz dar, das ist uns klar, aber eine Hebamme sagte uns, dieser Schutz sei besser als gar kein Schutz", berichtet Tsantilis.

Kozlowski und Tsantilis haben damit auf die Bitten diverser Hebammen und Physiotherapeuten regiert, die sich an die beiden Kreativen aus Nienhagen gewandt hatten. Tsantilis, die dem Nienhagener Kirchenvorstand sowie dem Präsidium der Kirchenkreissynode angehört, sieht in dieser Sonntagsarbeit kein Problem, denn gerade jetzt, findet sie, gelte die Jesuanische Regel: Die Menschen sind nicht für die Gesetze da, sondern die Gesetze für die Menschen. Kozlowski und Tsantilis  geben die Mundschutze zum Selbstkostenpreis von 2 Euro ab.

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