CELLE. Am Donnerstag, dem 9. Mai, widmet sich Museumspädagoge Adrian Schwinge M.A. in der Reihe „Museums-Melange“ einem eher selten beachteten Aspekt der Stadtgeschichte: dem Sport.

Fast wirkt es wie eine Nebensache, dass der bekannte Celler Unternehmer Harry Trüller Ende des 19. Jahrhunderts auf seinem Hochrad einer der ersten Radfahrer der Stadt war. Allgemein erscheint die Geschichte des Sports in Museen stets als Nebensache der Bürgerkultur des deutschen Kaiserreichs. Dabei entwickelte sich im 19. Jahrhundert ein Sportboom, der nicht nur Zeichen zunehmender Freizeit war. Sport war Ausdruck eines bürgerlichen Körperbildes, eines nationalistischen Politikverständnisses und von Konflikten zwischen Bürgertum und Arbeiterschaft.

Der Rundgang spürt die verborgenen Überreste der Anfänge des Sports in Celle auf, erzählt von wichtigen Sportereignissen und zeigt die dahinter verborgene kulturelle Bedeutung. Beginn: 15.30 Uhr. Im Anschluss ist wie immer Gelegenheit zum Austausch im Museums-Café. Eintritt inkl. Kaffee und Kuchen 8,50 Euro. Anmeldung unter Tel. 05141 12-4540





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