CELLE. Zum Abschluss des Reformationsjubiläums erklingt am Freitag, den 24.11. um 21:00 Uhr, in der katholischen St. Ludwigskirche Celle eines der frühen Schlüsselwerke reformatorischer Musik: Heinrich Schütz (1585 – 1672) komponierte die „Musikalischen Exequien“ für das Begräbnis seines Landesherren Heinrich Posthumus Reuß am 14. Februar 1636. Der Fürst hatte noch zu seinen Lebzeiten eine Sammlung von Bibelversen und Liedtexten zusammengestellt, mit denen sein Sarkophag beschriftet werden sollte. Diese Textsammlung übergab Heinrichs Witwe nach dessen Tod an Schütz, der sie zur Grundlage seiner Komposition machte. Der erhaltene Sarkophag und die „Musikalischen Exequien“ sind ein eindrucksvolles Zeugnis reformatorischer Frömmigkeit aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges.

Zwischen den Einzelsätzen der „Musikalischen Exequien“ erklingen kommentierende Kompositionen und Improvisationen, zu denen Klaus-Hermann Anschütz, künstlerischer Leiter der Konzertreihe „Nachtklänge“, profilierte kreative Künstler der zeitgenössischen Musik eingeladen hat: Jazzpianist Andy Mokrus improvisiert am Klavier über Motive des Schütz’schen Werkes; Jan Skorupski interpretiert als Uraufführung die Neukomposition „Ecce Homo“ für Akkordeon von Klaus-Hermann Anschütz; vom Cellisten Jörg Ulrich Krah erklingt das Stück „Ménage à trois“ für die ungewöhnliche Besetzung: Bassblockflöte, Akkordeon und Violoncello; auch die Sängerin Brita Rehsöft und der Gitarrist Andreas Düker steuern Improvisationen und Interpretationen bei.

Der Eintritt zu dem Konzert beträgt: 15,-€. Das Konzert wird gefördert von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Stadt Celle, der Diözese Hildesheim und dem Förderverein katholischer Kirchenmusik, Celle.

Freitag, 24.11.2017, 21:00 Uhr,

St. Ludwig, Celle – Eingang: Julius-von-der-Wall Strasse

Mitwirkende:

Ensemble Viva Voce, Lübeck

Brita Rehsöft und Eva-Maria Salomon, Sopran
Iris Bürger und Katja Kursawe, Alt
Felix Renner und Martin Salomon, Tenor
Johannes Lenz und Jörg Grotkopp, Bass

Simon Schumacher, Orgel

Andy Mokrus, Klavierimprovisation

Brita Rehsöft, Vokalimprovisation

Andreas Düker, Laute und e-Gitarre

Jan Skorupski, Akkordeon

Jörg Ulrich Krah, Violoncello

Carla Lottmann, Franz Müller-Busch, Blockflöten

Maike Stellmann, Beleuchtung

Klaus-Hermann Anschütz, Leitung

 

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