NABU-Kreisverband wählt Dr. Rainer Brüsewitz zum neuen Vorsitzenden

Wissenschaft Von Redaktion | am Di., 02.04.2019 - 20:57

ALTENSALZKOTH. Am 29. März trafen sich Vertreter und Interessierte des NABU aus dem Landkreis Celle in Altensalzkoth zur Jahreshauptversammlung. Neben einem Rückblick auf die Vorstandsarbeit wurde ein neuer Vorstand gewählt.

Gerhard Seider, der den Kreisverband seit 2003 als Vorsitzender leitet, wies in einem Rückblick auf die Leistungen der derzeit acht Gruppen im Landkreis Celle hin. Eines der vielen Projekte, welches der Kreisverband organisierte, hatte zum Motto „Kies für Kies“. Damit soll die Lachte in Abschnitten wieder mit Kies befüllt werden. „Dabei handelt es sich um den ursprünglichen Gewässerboden, der durch Gewässermaßnahmen in vielen Bereich regelrecht versandet ist“, so Gerhard Seider. Mit den NABU Gruppen Stadt Celle und Lachendorf und anderen Sponsoren sei wieder ein Lebensraum für Fische geschaffen worden. Mit einem auch für den Nahbereich geeigneten Fernglas könne man im Sommer an der „Blauen Brücke“  zwischen Lachtehausen und Beedenbostel fast immer Elritzen, Hasel, Döbel und auch die eine oder andere Bachforelle beobachten, berichtete Seider.

Weiterhin sammelte der NABU mehrere tausend alte Handys, um die darin befindlichen seltenen Metalle wieder nutzbar zu machen und damit Ressourcen zu schonen. "Selbst Großstädter haben nicht soviel gesammelt wie Celle", so der Vorstand.

Mit seinen 110 Jahren gehört der NABU Kreis Celle zu den ältesten NABU-Gruppierungen. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Karin Seider, Gerhard Luttermann und Günter Schröder schieden mit der jünsten Versammlung aus dem Vorstand aus. Gerhard Seider verbleibt als zweiter Stellvertreter im Vorstand, gemeinsam mit Matthias Frank als Schriftführer. Neu hinzugekommen sind Dr. Rainer Brüsewitz als Vorsitzender, Ulrich Pittius als 1. Stellvertreter und Ingrid Schott-Ewert, zuständig für die Kasse. „Wir fühlen uns dem Motto des ausscheidenden Vorstandes 'Möglichst viele Menschen für die Natur zu begeistern' weiterhin gerne verpflichtet,“ so der neue Vorsitzende des Kreisverbandes.

Der Vorstand des NABU sieht es als immens wichtig an, die Insektenwelt zu schützen und gerade auch seltene Arten zu fördern. Jeder Einzelne könne einen Beitrag dazu leisten, indem einheimische Sträucher und Gehölze im eigenen Garten angepflanzt werden, statt Steinschotter auszubringen. Bei der Aussaat von Blumenwiesen solle darauf geachtet werden, dass diese vorrangig im eigenen Garten ausgebracht werden oder aber auf Flächen, die keine andere Schutzfunktion erfüllen. So seien Magerwiesen nur dem Namen nach mit wenig Leben erfüllt. „Gerade solche Extremstandorte bieten seltenen Tier- und Pflanzenarten eine Lebensgrundlage“, heißt es von Seiten des NABU.

Der NABU lebt durch seine vielfältigen Aktivitäten in der Natur, die durch die Ehrenamtlichen in den einzelnen Gruppen im Landkreis Celle geleistet werden. Interessierte, auch Nicht-Mitglieder, können sich informieren oder mit Hand anlegen. Die Termine sind über die Homepage im Rundbrief unter: https://www.nabu-kv-celle.de/files/nabu-kreis-celle-rundbrief-2019.pdf oder telefonisch unter 05141/ 6668 zu erfragen.