HANNOVER. In ganz Niedersachsen scheint seit Wochen die Sonne. Nur in den letzten beiden Tagen konnten sich Menschen, Pflanzen und Tiere etwas erholen. Der Regen schaffte etwas Erleichterung. Doch viele Bäume haben bereits auf diese lang anhaltende Trockenphase reagiert. Braune Blätter bedecken Gehwege und Freiflächen – so wie auf dem Foto im Französischen Garten in Celle.

„Dieses Phänomen ist im Sommer durchaus nicht ungewöhnlich“, teilt der NABU Niedersachsen mit. „In heißen Sommertagen wird es nur verstärkt. Die Blätter kommen in der Regel von immergrünen Laubbäumen, welche in dieser Jahreszeit ihre Blätter auslesen und vorzeitig abwerfen. Das ist kein Zeichen, dass diese Bäume austrocknen.“

Die heimischen Baumarten sind dem warm-gemäßigten Klima in Niedersachsen angepasst und können mit Hitzeperioden umgehen. Der Laubabwurf gehört zu einer der Strategien, welche diese Baumarten entwickelt haben. Unnötiger „Ballast“ wird dadurch abgeworfen. Damit steigern Bäume ihre Überlebenschancen, da hiermit die Verdunstung über die Blätter verringert wird. Verstärkt tritt dieses Phänomen in Städten auf, da die Bäume dort nicht so gut auf das Grundwasser zugreifen können. In Wäldern ist diese Versorgung größtenteils sicher gestellt.

Mit dem zusammengefegten Laub lässt sich allerhand anstellen: Mit Hilfe von Laub, Ästen und Zweigen können Gartenbesitzer ihre Gärten im wahrsten Sinne des Wortes „beleben“. Zusammengerechte Laubhaufen sind für viele Tiere eine notwendige Überwinterungshilfe. Zum Beispiel für Igel und die Larven vieler Schmetterlinge. Verteilt auf Beeten und unter Bäumen finden dort Regenwürmer, Spinnen, Käfer, Molche, Raupen und Falter einen Unterschlupf.

Der NABU Niedersachsen hält ein Informations-Paket zum naturnahen Gärtnern vor. Dieses kann unter Einsendung eines 5-Euro-Scheins unter NABU Niedersachsen, Stichwort: „Naturnaher Garten“, Alleestraße 36, 30167 Hannover bestellt werden.

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.