WIETZE. Nach einer kleinen „Pannenserie“ bei Erdarbeiten in Wietze, die zwei Mal die Feuerwehr und drei Mal die Energieversorger auf den Plan rief, hat der Auftraggeber, die Deutsche Glasfaser, wie angekündigt gestern Maßnahmen mit dem beauftragten Generalunternehmer Allinq festgelegt. Wir möchten an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, dass sich einige CELLEHEUTE-LeserInnen, zumindest in unserem Facebook-Kanal, auch positiv über die zügigen Bauarbeiten äußern. Dennoch gehen bei Beschädigungen von Gasleitungen nicht unerhebliche Gefahren, auch von mangelhaft hinterlassenen Baustellen. Die Stellungnahme der Deutsche Glasfaser, unzensiert und unkommentiert:

„Schäden an Fremdleitungen entstehen hauptsächlich durch Einsatz der ‚Erdrakete‘ – besonders dann, wenn die in den Planunterlagen verzeichneten Fremdleitungen nicht der dokumentierten Höhen verlegt wurden. Zudem kommt es in wenigen Fällen vor, dass durch Unwägbarkeiten im Untergrund (z.B. Steine, Beton, etc.) der geplante Verlauf der Erdrakete abgelenkt wird, wodurch es ebenfalls zu Beschädigungen an benachbarten Fremdleitungen kommen kann. Hier soll künftig eine sensible Risikoabwägung getroffen werden, ob mit der Erdrakete oder konventionellem Tiefbau gearbeitet wird.

Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit bei Tiefbauarbeiten:

· Die ausführende Firma ist dazu verpflichtet, Suchschlitze / Querschläge am Anfang und Ende der Straße durchzuführen, um eine möglichst genaue Lage der Fremdleitungen zu ermitteln.
· Es werden zukünftig vom Generalunternehmer Allinq – häufiger als ohnehin schon vorgesehen – unangekündigte Vor-Ort-Kontrollen durchgeführt, um die korrekte Anwendung der Ausbaumethoden zu überprüfen.
· Die Bauleiter/Vorarbeiter sollen Unregelmäßigkeiten bei den Verlegetiefen von Fremdleitungen dokumentieren und melden.
· Anweisung: Oberflächen sollen direkt nach der Baumaßnahme so hinterlassen werden, wie sie vorgefunden wurden.
· Erneute Schulung der Bauleiter und Vorarbeiter im korrekten und umsichtigen Einsatz der Erdrakete.“

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