Nach "Fahrradoffensive" der Stadt: SoVD fordert gleiches Engagement für mobil eingeschränkte Menschen

Gesellschaft Von Redaktion | am Fr., 05.04.2019 - 22:51

CELLE. Der SoVD kommentiert die Taten und Pläne für mehr Fahrradfreundlichkeit in der Stadt Celle. Bernd Skoda, Berater Barrierefreiheit, schreibt: "Ein löbliches Engagement das die Stadt Celle da auf den Weg bringen will und sicherlich auch ein guter Ansatz in Richtung Verkehrswende. Gleichwohl würden wir uns ein Gleiches Engagement auch für unsere mobil eingeschränkten Mitbürger im Hinblick auf Barrierefreiheit wünschen. Seit Jahren drängen wir und Andere darauf, unsere Stadt auch für die große Zahl Menschen attraktiver zu gestalten, die mit einem Handikap leben müssen und die sich auch wünschen, dass für sie die vielfältigen Barrieren in der Stadt endlich beseitigt werden.

Wir erinnern an fehlende Behindertentoiletten, fehlende Sitzmöglichkeiten, holpriges Pflaster, zugestellte Gehwege in den Einkaufsbereichen, fehlende Leiteinrichtungen und vieles andere mehr. Trotz Behindertenrechtskonvention - die seit 2009 geltendes Recht ist, geschieht recht wenig - eigentlich nichts trotz aller Beteuerungen, wie groß doch die Bedeutung und Notwendigkeit derselben ist. Auch für Celle ist das Recht auf Teilhabe aller angezeigt und Betroffene würden sich sicher über eine Überschrift "Stadt startet Offensive zur Barrierefreiheit' freuen.

Sicherlich lassen sich auch hierfür Fördergelder einwerben und wirksam in Szene setzen. Die angekündigten Radfahrrouten lassen sich unseres Erachtens auch so gestalten und herrichten, dass sie auch mobil eingeschränkten Menschen zum Vorteil gereichen. Wir empfehlen dazu einen runden Tisch."