Nach zwei Gas-Alarmen in Wietze - "Schäden lassen sich nicht 100%ig vermeiden"

Polizei + Feuerwehr Von Redaktion | am Do., 09.05.2019 - 14:14

WIETZE. Gleich zwei Mal in 24 Stunden wurden in Wietze Gasleitungen durch Erdarbeiten bei der Verlegung der Glasfaserkabel beschädigt. Zwei Mal musste die Feuerwehr ausrücken und konnte das Schlimmste verhindern. CELLEHEUTE hat bei der Gemeinde nach den Ursachen gefragt und welche Maßnahmen getroffen werden, so etwas künftig zu verhindern. Bürgermeister Wolfgang Klußmann bzw. das beauftragte Unternehmen nimmt Stellung - unzensiert und unkommentiert:

"Es haben sich hier im Hause die nahezu identischen Fragestellungen ergeben, wie sie von Ihnen formuliert sind. Dementsprechend hatten wir noch am gestrigen Tag ein Gespräch mit der Deutsche Glasfaser sowie der bauausführenden Firma terminiert.

Zunächst ist auf Nachfrage bei der Freiwilligen Feuerwehr festzustellen, dass die Evakuierung von Personen im unmittelbaren Umfeld der Schadstelle in derartigen Fällen standardmäßig präventiv vorgenommen wird. Eine akute Gefahr für Leib und Leben bestand in beiden Schadenfällen nicht.

Zu den Schadenfällen hat sich die Projektleitung der Fa. Allinq Networks GmbH soeben wie folgt geäußert:

'Für Firma Allinq Networks GmbH steht die Sicherheit und Kundenzufriedenheit an erster Stelle! Schon bei der Planung beachten wir die Sicherheitsabstände zu den bekannten Fremdleitungen. Deshalb finden schon in der Planungsphase Vorbegehungen statt um Gefahrenstellen zu identifizieren und ggfls. zu vermeiden.

Auch bei der Auswahl unserer Tiefbaupartner steht der Sicherheitsaspekt an erster Stelle! So beschäftigen wir konkret in Wietze + Hornborstel nur Unternehmen, die nach GW 129 geschultes Personal vor Ort haben. Unseren Tiefbaupartnern geben wir unter Anderem zur Auflage, vor Beginn der Arbeiten sämtliche Fremdleitungspläne anzufordern, einzusehen und zu beachten. Regelmäßig kontrollieren wir dies vor Ort und lassen uns die aktuellen Fremdleitungspläne vorlegen.

Trotz all dieser Vorsichtsmaßnahmen lassen sich bei Tiefbauarbeiten (wir haben im aktuellen Projekt in Wietze und Hornborstel über 60 km Trassenlänge) Schäden an der vorhandenen Versorgungsinfrastruktur nicht mit 100%iger Sicherheit vermeiden. Insbesondere dort wo ältere Versorgungsnetzte vorhanden sind oder Abweichungen zwischen den Plänen und der Realität auftreten.

Da wir wissen, dass sich Schäden nie ganz vermeiden lassen, haben wir vorgesorgt und mit unseren Tiefbaupartnern genaue Vorgaben vereinbart, was im Schadenfall zu tun ist. Dies hat bei den bisher aufgetretenen Schadenfällen sehr gut geklappt. So wurden unverzüglich die betroffenen Versorger informiert und Maßnahmen zur Sicherung der Gefahrenstelle eingeleitet.

Dennoch nehmen wir die aktuellen Schäden zum Anlass und werden alles tun, um unsere Abläufe hinsichtlich der Vermeidung von Schäden durch Tiefbauarbeiten weiter zu verbessern. Dazu fand direkt nach dem gestrigen Schaden ein erster Informationsaustausch mit einem Vertreter der CUN statt, bei dem darüber gesprochen wurde, welche Maßnahmen getroffen werden können um das Schadenrisiko weiter zu senken. Verabredet ist auch ein weiterer Austausch zwischen CUN und unseren Bauleitern vor Ort.

Wir hoffen mit diesen Maßnahmen, das Schadenrisiko und das Auftreten von Schäden weiter senken zu können, um so das Glasfasernetz für die Gemeinde Wietze schnell und sicher errichten zu können.'"