LANGENHAGEN. Heute Nachmittag gegen 15:30 Uhr ist ein Mann mit einem BMW durch ein zuvor verschlossenes Tor auf das Gelände des Flughafens Hannover-Langenhagen gelangt. Auf dem Vorfeld hielt er seinen PKW unter einem dort stehenden Flugzeug an. Hier ist er von Bundespolizisten überwältigt worden. Verletzte hat es nicht gegeben.

Nach bisherigen Erkenntnissen war der Mann von der Flughafenstraße, gegenüber der Evershorster Straße, in Richtung des Flughafens abgebogen. Hier öffnete er gewaltsam ein verschlossenes Tor und gelangte mit seinem Wagen auf das Vorfeld des Flughafengeländes.

Eine Vorfeldstreife der Bundespolizei nahm umgehend die Verfolgung des Fahrzeuges auf und folgte den jungen Mann bis zu einem auf dem Vorfeld stehenden, mit 172 Fluggästen besetzten Airbus (A) 320 einer griechischen Airline. Hier hielt der BMW unterhalb des Flugzeugs an und Beamte der Bundespolizei überwältigten den Fahrer in seinem Wagen, wobei er Widerstand leistete.

Aus Sicherheitsgründen wurden der Flugverkehr unverzüglich eingestellt, die Abfertigung aller Maschinen unterbrochen sowie die Sicherheitsbereiche geräumt. Delaborierer der Bundespolizei untersuchten anschließend den noch auf dem Vorfeld stehenden BMW. Hinweise auf darin befindliche Sprengstoffe ergaben sich dabei nicht.

Weder im Pkw noch bei dem Festgenommenen wurden irgendwelche gefährlichen Gegenstände aufgefunden. Aus diesem Grund konnten alle Maßnahmen gegen 20:05 Uhr aufgehoben und der Betrieb am Flughafen wieder aufgenommen werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zu den bislang unbekannten Hintergründen aufgenommen und ein Verfahren wegen Gefährlichen Eingriffs in den Flugverkehr und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Nach eigenen Angaben handelt es sich bei dem Festgenommenen um einen 21 Jahre alten Mann, der aus Polen stammt. Die Ermittlungen zu seiner Identität dauern an. Ein durchgeführter Drogenschnelltest ergab erste Hinweise auf eine Beeinflussung durch Betäubungsmittel. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen.

Bisherigen Ermittlungen zufolge verfügt der Mann über keinen festen Wohnsitz im Bundesgebiet. Derzeit wird geprüft, ob er morgen einem Richter vorgeführt werden soll.

Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund liegen aktuell nicht vor.

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