CELLE. Die Nachbarschaftsinitiative „Pro Grüne Lunge Westercelle“ möchte die Öffentlichkeit auf ein Areal aufmerksam machen, dessen Natur durch den Bau eines Feuerwehrhauses zerstört werden könnte. In einer Pressemitteilung schreibt die Initiative:

„In dem ansonsten baulich so arg gebeutelten Westercelle mit seiner ‚Boxengasse‘, wo sich Autohändler an Waschstraßen reihen und wo die Wohngebiete von Gewerbeansiedlungen an der hoch frequentierten B3 getrennt sind, soll jetzt noch eine weitere städtebaulichen Fehlplanung hinzugefügt werden.

Noch zwitschern die Vögel, rauschen die alten Eichen und es schreit der Kauz. Auch wenn sich die Nähe zur B3 nicht verheimlichen lässt, schweift der Blick wohlwollend ins seit Generationen gewachsene Grün. Wir sind am ehemaligen Gelände des Landgestütes, das jetzt vom Reit- und Fahrverein Westercelle-Altencelle genutzt wird. Diese Idylle zwischen tosendem Verkehr und Wohngebiet ist nunmehr ernsthaft in ihrer Existenz bedroht. Auf einem ca. 5000 Quadratmeter großen Areal soll die neue Feuerwehr angesiedelt werden. Hierfür müssten in großem Ausmaß Bäume, insbesondere Eichen gefällt werden. Unzählige Lebewesen wie Eichhörnchen, Vögel – ein Uhu wurde schon gesichtet – Fledermäuse müssten Beton und Mauerwerk weichen.

Bei alledem ist der Wunsch der Feuerwehr nach funktionalen, modernen Räumlichkeiten verständlich. Es ist nur augenblicklich im Dunkeln, wer diesen Standort derartig fokussiert ins Gespräch gebracht hat. Angesichts der reichlich vorhandenen Gewerbeflächen ist es völlig unverständlich, dass nur diese eine Lokation zur Prüfung ausgewählt wurde, ohne dass alternative Standorte diskutiert wurden. Im Bauausschuss wurde das Verfahren mehrheitlich durchgewunken, auf der Ortsratssitzung stand es zwar nicht auf dem Programm, wurde aber dennoch bei der Bürgeranhörung diskutiert – klärende Antworten gab es aber nicht. Die Art und Weise, wie das Verfahren bisher gelaufen ist, lässt den Eindruck erwecken, dass vollendete Tatsachen geschaffen werden sollen. Hier gilt es nun einzulenken und Öffentlichkeit herzustellen.“

Aus diesem Grunde findet am Samstag, dem 24.11. um 10:30 Uhr ein Ortstermin statt, ausgehend vom Eingang zum Reitgelände auf Seiten des Triftwegs. Politiker und Bürger sind eingeladen, sich ein Bild zu machen.



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