CELLE. Am Freitag, den 23.11.2018 und Samstag, 24.11.2018, ebenfalls 21:00 Uhr, gibt es in der St. Ludwigkirche, Magnusstrasse – Am französischen Garten, die „Nachtklänge (11) -Symphonie aus Klang und Licht“. Auf dem Programm:

Oliver Messiaen, La Nativité du Seigneur (Die Geburt des Herrn) für Orgel (1935)

Johann Sebastian Bach, aus Sonaten und Partiten für Violine solo

Licht- und Farbinstallationen

Ausführende sind Iris Maron, Violine, Klaus-Hermann Anschütz, Orgel, Andre Bartetzki, Videokunst

Eintritt 15,- €

Der Komponist Olivier Messiaen (1908 – 1992) beschrieb in einer Rede, welch unauslöschlichen Eindruck schon als Kind Farben auf ihn machten, z. B. die Kirchenfenster der Sainte Chapelle in Paris oder der Kathedrale von Chartres. Für ihn als Musiker flossen bestimmte Klänge und Farben in einer inneren Schau zusammen. So beschreibt er die Farben einiger Passagen seines 1935 komponierten Orgelzyklus „La Nativité du Seigneur“ (Die Geburt des Herrn) sehr genau – etwa: „blauviolett mit roten, goldenen und silbernen Farbflecken“ u.a.. Da das Farbenhören eine sehr seltene und sehr individuelle Gabe ist, entstand die Idee, den Licht- und Projektionskünstler Andre Bartetzki, Berlin, zu bitten, sich vom Klangfarbenreichtum der Musik Messiaens zu Videoinstallationen anregen zu lassen, so dass der von mir auf der romantischen Orgel interpretierte Orgelzyklus und die illuminierte St. Ludwigs-Kirche, Celle, eine künstlerische Einheit eingehen können.

Kontrapunkt zu der so inszenierten Symphonie aus Klang und Licht bilden Sätze aus Solosonaten und-Partiten von Johann Sebastian Bach für Violine allein: Musik in äußerster Reduktion und Konzentration – gespielt von Iris Maron, Hannover. Gefördert wird die Veranstaltung durch Niedersächsische Sparkassenstiftung, Diözese Hildesheim und Stadt Celle.

Am Freitag, den 16.11.2018 um 19:00 Uhr, hält Klaus-Hermann Anschütz auf der Orgelempore der St. Ludwigskirche einen Einführungsvortrag mit Klangbeispielen zur Orgelmusik von Olivier Messiaen.



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