HANNOVER/SCHWARMSTEDT. Der Niedersächsische Erdbebendienst am Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat in der Nacht vom 2. auf 3. August, um 23:11 Uhr, ein Erdbeben im Landkreis Heidekreis registriert. Es hatte eine Magnitude von 2,0 und ereignete sich in einer Tiefe von rund 20 Kilometern, circa vier Kilometer südwestlich von Hodenhagen.

Aufgrund der großen Tiefe und der großen Entfernung zum nächstgelegenen Erdgasfeld wird es als natürliches, tektonisches Erdbeben eingeschätzt, das für Menschen nicht zu spüren war. „Es steht wahrscheinlich nicht im Zusammenhang mit der Erdöl- oder Erdgasförderung“, so das LBEG. Tektonische Erdbeben könnten durch den Abbau natürlich vorhandener Spannungen im Untergrund ausgelöst werden. Norddeutschland gehört zu den Gebieten Deutschlands mit geringer natürlicher Erdbebentätigkeit.

Der NED am LBEG überwacht als staatlicher seismologischer Dienst die Erdbebentätigkeit in Niedersachsen und den angrenzenden Gebieten. Die fachlichen Arbeiten werden in enger Kooperation mit dem Seismologischen Zentralobservatorium der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) durchgeführt.

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