Natur- und Landschaftsführer verraten ihre Lieblingsorte in der Heide

Wissenschaft Von Redaktion | am Mo., 05.08.2019 - 21:17

LÜNEBURG/CELLE. Während der Heideblüte sind die zertifizierten Landschaftsguides täglich mit Kleingruppen in der Lüneburger Heide unterwegs. Auf ihren Touren erleben Gäste hautnah die landschaftliche Vielfalt der Wald-, Moor- und Heidelandschaft sowie den Lebensraum selten gewordener Tierarten.

"Die Lüneburger Heide mit dem 23.440 Hektar großen, autofreien Naturschutzgebiet und den zwei Naturparken ist eine gefragte Destination für Naturliebhaber", so Ulrich von dem Bruch, Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH. Mithilfe der LandschaftsführerInnen will die Region das Bewusstsein für die Natur fördern. Ein Angebot das ankommt, allein in diesem Jahr wurden zusätzlich 21 GästeführerInnen zertifiziert, die auf bekannten und weniger bekannten Wegen von den erstaunlichen Naturwundern in der Heide erzählen. Doch an welche Orte zieht es die Guides am Feierabend? Fünf von ihnen haben ihre Geheimtipps verraten.

Marion Putensen, Kräuterfachwirtin, zertifizierte Natur-und Landschaftsführerin aus Munster:
„Ich liebe die Mischung aus Heide, Wasser und Wäldern, die man besonders beeindruckend im Lopautal nahe Munster findet. Dort entspanne ich mich gerne nach der Arbeit. Ich spaziere durch die grünen Erlenbruchwälder und schwimme anschließend im glasklaren Wasser des Heideflusses Lopau.
Es ist eine fast unberührte Natur. Mit etwas Glück kann man Eisvögel, Fledermäuse oder Fischotter beobachten“.

Jan Brockmann, Heide-Ranger, Biologe und Buchautor aus Bispingen:
„Mein Lieblingsplatz in der Lüneburger Heide ist der ‚Steingrund‘, im autofreien Naturschutzgebiet unweit des Heidedorfs Wilsede. Eine Landschaft wie eine Zeitreise, ein Tal geprägt von zahlreichen steinernen Findlingen, Relikte aus der Eiszeit. Umgeben von lila Heideflächen und alten Wacholdern. Mystisch und surreal. Am liebsten sitze ich am Hang auf einer Bank neben alten knorrigen Eichen, genieße die würzige Waldluft und den fantastischen Blick“.

Britta Alpers, Pferdewirtin und Heidekutscherin in dritter Generation aus Döhle:
„Ein echter Geheimtipp ist für mich die Auenlandschaft Sudermühlen in der Gemeinde Egestorf. Ein Bilderbuchpanorama mit großen Eichen, malerischen Bauernhofanlagen im norddeutschen Fachwerk und altem Mühlrad, das sich gleichmäßig dreht und das Wasser beruhigend plätschern lässt. Abends reite ich oft mit den Pferden dorthin, die sich dort genussvoll im Heidebach und im Ententeich abkühlen und mich gleich mit vollspritzen“.

Wolfgang S. Koltermann, zertifizierter Gästeführer aus Amelinghausen:
„Mein derzeitiger Favorit ist die Schwindebecker Heide, nahe des Örtchens Schwindebeck. Dort gehe ich abends gerne mit meiner Frau spazieren. Der Rundweg dauert etwa eineinhalb Stunden. Vom Feldherrenhügel genießen wir den 360 Grad-Blick in die Heidelandschaft. Wir sind dort fast allein, fernab von Autos und Straßenlärm. Nur Vogelgezwitscher und Insektensummen sind zu hören. Für uns ist das Erholung pur“.

Gabriele Link, zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin aus Sülze:
„Um abzuschalten spaziere ich zum Heidefluss Örtze. Vom Parkplatz in Eversen in der Südheide sind es zu Fuß nicht mehr als 15 Minuten und ich gelange an die Uferstelle ’Am Wieh‘. Flößer haben dort über Jahrhunderte ihre Flöße für den Transport von Holz zusammengebunden. An dieser flachen Stelle gelangt man über weichen sandigen Waldboden mühelos ins Wasser und kann die Füße darin baden. Die Örtze ist so sauber, dass bedenkenlos in ihr geschwommen werden kann. An heißen Tagen ist das kühle Wasser eine willkommene Erfrischung“.

Wer auf die landschaftliche Vielfalt der Lüneburger Heide erleben möchte, findet viele Inspirationen in der neuen Broschüre „Geführte Touren 2019“.

Sie ist als Download unter
https://www.lueneburger-heide.de/files/2219/GF19_web.pdf erhältlich und kann unter https://www.lueneburger-heide.de/kataloge kostenfrei bestellt werden.

Weitere Informationen zu den Geheimtipps gibt es unter www.lueneburger-heide.de.